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Haus in Wasserbillig war Drogenzentrale

Haus in Wasserbillig war Drogenzentrale

Über mehrere Stunden hinweg haben am Dienstag luxemburgische Beamte ein Haus in der Hauptstraße von Wasserbillig durchsucht. Laut Polizeibehörde Europol war das Gebäude eine Drogenzentrale.

Mertert. Insgesamt 19 Festnahmen, Kokain, beschlagnahmte Dokumente und Mobiltelefone sowie mehr als 100 000 Euro, die vermutlich aus dem Verkauf von Drogen stammen. Das ist die Bilanz einer Aktion der luxemburgischen Behörden gegen Drogenhändler in Mertert-Wasserbillig (der TV berichtete). Nach Auskunft der europäischen Polizeibehörde Europol soll sich im Gebäude in der belebten Hauptstraße von Wasserbillig das Hauptquartier der Bande befunden haben. Dort soll die Droge gelagert und für den Weiterverkauf vorbereitet worden sein. Der Verkauf an die Konsumenten soll im Bahnhofsviertel von Luxemburg-Stadt stattgefunden haben.
Den festgenommenen Nigerianern wird vorgeworfen, im großen Stil Kokain-Handel in Luxemburg und Belgien betrieben zu haben. Die Männer haben sich laut Europol illegal im Großherzogtum aufgehalten. In Belgien wurde im Rahmen der Aktion ebenfalls ein Haus durchsucht.
Insgesamt waren mehr als 250 Beamte aktiv in die Ermittlungen eingebunden. Dem Einsatz in Wasserbillig und in Belgien waren monatelange Ermittlungen vorangegangen. Ein Sprecher der Polizei Luxemburg hat die Aktion in der Grenzgemeinde als einen der größten Einsätze gegen den Drogenhandel der vergangenen Jahre bezeichnet. har