1. Region
  2. Rheinland-Pfalz

Hier wird heute geblitzt: Bürger haben der Polizei Kontrollstellen gemeldet

Hier wird heute geblitzt: Bürger haben der Polizei Kontrollstellen gemeldet

An 30 Stellen in der gesamten Region Trier wird von heute, 6 Uhr, an bis Freitagmorgen geblitzt. Die Verkehrsüberprüfungen sind Bestandteil des bundesweiten Blitzmarathons. Der TV zeigt, wo die Polizei kontrollieren wird.

Hier wird am Donnerstag geblitzt:

Wer heute durch den Körpericher Ortsteil Obersgegen im Eifelkreis Bitburg-Prüm fährt, sollte langsam fahren. Vor allem in der Johanniterstraße. Dort, vor dem Haus mit der Nummer 25, wird am Donnerstag im Laufe des Tages geblitzt werden. Genau wie in der Welschbilliger Straße in Kordel (Trier-Saarburg) vor dem Haus mit der Nummer 38. Und genau wie an 28 weiteren Stellen in der gesamten Region. Das Polizeipräsidium Trier beteiligt sich an dem bundesweiten Blitzmarathon.Um sechs Uhr geht's los

Von sechs Uhr an Donnerstagmorgen bis Freitag sechs Uhr wird an vielen Stellen die Geschwindigkeit kontrolliert. Erstmals konnten die Bürger per Internet Punkte nennen, an denen ihrer Meinung nach unbedingt geblitzt werden muss, weil dort gerast wird. 123 Meldungen sind beim Polizeipräsidium eingegangen - wie die aus Obersgegen, Kordel oder aus Oberstadtfeld in der Vulkaneifel in der Dauner Straße, Nummer 2. Die Polizei hat dann aus den Meldungen die Stellen ausgesucht, die aus ihrer Sicht Sinn machen für Radarkontrollen. Außerdem hat sie noch weitere Stellen, vor allem Unfallschwerpunkte, hinzugefügt.
Geblitzt wird also nicht nur in Wohngebieten, sondern auch auf Bundes- und Landesstraßen und auf Autobahnen. Die Polizei hat die "(B)Rennpunkte" bekanntgegeben. Damit soll Akzeptanz für die Aktion geschaffen werden. Und, so die Polizei, es soll deutlich gemacht werden, dass es bei dem Blitzmarathon nicht um Abzocke geht, sondern darum, die Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren. Laut Unfallstatistik hat es im vorigen Jahr in der Region 2282 Unfälle wegen Rasens gegeben. Bei 14 dieser Unfälle kamen Menschen ums Leben.
Der Landesverband des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) begrüßt die Aktion, meint aber: "Radarkontrollen alleine tragen nicht zur Verkehrssicherheit bei." Der Verband fordert generell Tempo 30 innerorts und maximal 120 auf Autobahnen. Der ADAC meint hingegen, der Blitzmarathon könne "einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit" leisten. Allerdings dürfe die Ahndung von Verkehrsverstößen kein Finanzierungsinstrument öffentlicher Kassen sein.
Der Saarburger Fachanwalt für Verkehrsrecht, Gerd Müller, warnt davor, bei Kontrollen gegenüber den Beamten etwas zuzugeben und etwas zur Sache auszusagen. "Alles, was man sagt, kann gegen einen verwendet werden." Niemand sei verpflichtet, vor Ort etwas zu unterschreiben. Und: Am besten auch nicht ausfällig werden oder besserwisserisch auftreten! Ausreden kommen auch nicht so gut an. "Wer sagt, dass er es eilig hatte, weil er zum Zug oder Flugzeug muss, riskiert wegen Vorsätzlichkeit eine härtere Strafe", sagt Müller.