Hilfe hat ein Gesicht

Wenn Marion Poma über sich erzählen soll, dann zuckt sie mit den Schultern, so als gäbe es gar nicht viel zu sagen: Marion Poma spricht sieben Sprachen. Sie ist offen und freundlich und kommt nach wenigen Minuten mit jedem ins Gespräch.

Talente, die die pensionierte Fremdsprachenkorrespondentin, die beim Europäischen Parlament in Luxemburg und Brüssel gearbeitet hat, schon oft für junge Künstler eingesetzt hat. Für diese organisierte die gebürtige Saarländerin Reisen, Netzwerke, begleitete sie nach Italien, damit sie dort ihre Werke großen Firmen vorstellen konnten. Über ihre Schützlinge redet die 62-Jährige lieber, dann erzählt sie alles bis ins kleinste Detail, spricht über Talente und Möglichkeiten. Im Herbst vorigen Jahres beginnt die Geschichte ihrer beiden jüngsten Schützlinge: der beiden Tänzer und syrischen Flüchtlinge Ranim Malat und Maher Abd Almoty. Damals las Poma im TV einen Artikel über eine integrative Tanzveranstaltung in der Tufa Trier, wo die beiden tanzen sollten. Poma schaute das Foto der jungen Syrer an und wusste, dass sie helfen wollte: "Es war eine Sache der Sympathie", sagt Poma heute. Sie nahm sich der beiden an und half bei vielerlei Fragen: Krankenversicherung, Haftpflichtversicherung, Bankkonten, Anträgen im Jobcenter. Poma machte Ausflüge mit den beiden, hörte sich ihre Sorgen an und ihre Sehnsüchte. Sie organisierte Auftritte für die Tänzer, und eine Idee keimte in ihr auf: Kultur zu machen mit Flüchtlingen, um sie so zu integrieren. Zusammen mit dem Musiker Haitham Habeeb und dem Regisseur Stefan Bastians gründet sie bald eine GUG, eine Gemeinnützige Unternehmensgemeinschaft, die in kreativen Theaterprojekten Flüchtlinge und Heimische verbinden soll. Zu helfen sei ihr ein dringendes Bedürfnis, sie fühle sich in der Verantwortung. Für die GUG will sie nun wieder netzwerken und ihre Talente nutzen, derzeit sucht sie nach Örtlichkeiten für kreative Projekte - und nach Leuten, die gerne zusammen kreativ sein möchten. Stefanie Braun Interessierte können sich melden unter der E-Mail-Adresse: poma.kreativ@googlemail.comExtra

Kein Thema bewegt die Menschen derzeit so sehr wie das Schicksal der Flüchtlinge aus aller Welt. Wir geben der großen Hilfsbereitschaft ein Gesicht und stellen Menschen aus der Region vor, die sich ehrenamtlich besonders für Flüchtlinge engagieren. Wir geben auch Hinweise, wie Sie deren Ideen und Initiativen unterstützen können. Wenn Sie selbst einen Menschen vorschlagen wollen, der vorgestellt werden sollte, dann senden Sie eine Mail an Chefreporter Rainer Neubert oder rufen Sie an: Telefon 0651/7199-440; r.neubert@volksfreund.de volksfreund.de/flüchtlinge