HILFE HAT EIN GESICHT

Warum sie sich engagiert? Da gibt es für Jutta Raab aus Mertesdorf (Landkreis Trier-Saarburg) gleich mehrere Gründe. Es sei wunderbar zu erleben, wie einfach es ist, Menschen zu helfen.

Etwa durch eine Fahrt zum Supermarkt oder als Fürsprecher beim Arzt oder einer Behörde. "Oder ihre Fortschritte zu beobachten. Etwa, wenn Menschen, die vor Monaten noch kein Wort Deutsch sprechen konnten, immer mehr reden und verstehen können." Sie erlebe im persönlichen Umgang mit den Flüchtlingen sehr viel Dankbarkeit.

Die 52-Jährige engagiert sich bereits längere Zeit in der Gesellschafterversammlung des Diakonischen Werks und bekam so einen Einblick in die Arbeit mit Flüchtlingen. "Durch einen Hinweis von Pfarrer Matthias Jens habe ich im vergangenen November eine junge Frau aus dem Iran und ihre kleine Tochter kennengelernt, die ich seitdem unterstütze", sagt Jutta Raab, die in einer Buchhandlung arbeitet und inzwischen noch weitere Familien begleitet und betreut.

Etwa zu der Zeit, als Raab ihr persönliches Engagement begann, wurde in der Verbandsgemeinde Ruwer das Netzwerk Willkommen für Flüchtlinge im Ruwertal und auf den Höhen gegründet. "Dort engagiere ich mich im Organisationsteam. Ich versuche, das Engagement der ehrenamtlichen Helfer zu koordinieren."

Sie arbeitet auch im Netzwerk mit, weil sie etwas Dauerhaftes schaffen möchte. Jutta Raab sagt: "Ich wünsche mir sehr, dass dies keine Momentaufnahme bleibt, sondern zu einer dauerhaften Bereitschaft und Offenheit wächst. Meiner Meinung nach kann eine Integration nur gelingen, wenn wir uns dauerhaft mit dem Thema auseinandersetzen."

Wer noch helfen möchte, kann sich beim Netzwerk Willkommen für Flüchtlinge im Ruwertal (E-Mail flü chtlingshilfe@ruwer.de ) melden. Das Netzwerk will die Tafel Trier entlasten, indem eine weitere Lebensmittelausgabe im Ruwertal aufgebaut wird.