HINTERGRUND

Der Begriff BREITBAND steht für schnelle Internet-Zugänge. Wobei da bereits die Verwirrung beginnt: Denn "schnell" ist ein dehnbarer Begriff. Am einfachsten ist es, wenn man sich die Definition von Eco-Vorstand Klaus Landefeld zu eigen macht: "Für die Profis ist Breitband ein Anschluss, mit dem ich auch Video machen kann." DSL ist das Kürzel für "Digital Subscriber Line", zu deutsch: digitaler Teilnehmer- oder Abonnenten-Anschluss.

DSL ist deutlich schneller als alte ISDN- oder Modem-Zugänge. Aber auch hier gilt: Immer beim Anbieter nachfragen, welche Übertragungsraten tatsächlich möglich sind. Alles, was nicht mehr als sechs Megabit in der Sekunde bietet, dürfte schon bald als zu langsam gelten. ADSL: Hier steht das "A" für asymmetrisch. Die schnelle Übertragungsrate von bis zu 16 Megabit wird nur beim Herunterladen von Daten genutzt. Wenn man von seinem Rechner selber sendet, eine E-Mail zum Beispiel, ist die Rate deutlich langsamer - deshalb "asymmetrisch". Beide Wege in gleich schneller Verbindung bietet SDSL ("S" = symmetrisch). VDSL heißt "Very High Data Rate Digital Subscriber Line", das "V" steht also für eine "sehr hohe" Übertragungsrate. Mit dieser Technik sind bereits 54 Megabit in der Sekunde möglich, allerdings stark von der Länge des genutzten Kabels abhängig. Hohe Reichweiten bis 50 Kilometer, sehr schnelle Übertragung, dafür aber ohne Kabel: Das ist WIMAX, die Funkverbindung ins Internet. Der Aufbau regionaler Netze nimmt in Deutschland zu. Die Strahlung ist deutlich geringer als beim Mobilfunk: Diese Anlagen haben eine Sendeleistung von sieben bis 13 Watt, Wimax braucht nur 100 Milliwatt. (fpl)