Südhessen Hunde-DNA: Pferd auf Koppel wohl nicht von Wolf verletzt

Mühltal/Gelnhausen · Ende April wird auf einer Koppel im Landkreis Darmstadt-Dieburg ein verletztes Pferd gefunden. Jetzt hat eine DNA-Analyse gezeigt: Ein Wolf war dafür wohl nicht verantwortlich.

Ein Blaulicht leuchtet unter der Frontscheibe eines Einsatzfahrzeugs der Polizei.

Ein Blaulicht leuchtet unter der Frontscheibe eines Einsatzfahrzeugs der Polizei.

Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Etwas über drei Wochen nach dem Fund eines verletzten Pferds im Landkreis Darmstadt-Dieburg hat eine Laboranalyse Hunde- statt Wolfs-DNA nachgewiesen. Dass ein Wolf das Tier verletzt habe, könne jetzt „mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden“, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Ergebnisse der Analyse und der Hinweis einer Zeugin lassen die Polizei demnach davon ausgehen, dass ein unbekannter Hund und ein anderes Pferd für die Verletzungen verantwortlich waren.

Ein amtlicher Wolfsberater vom Wolfszentrum Hessen (WZH) hatte das verletzte Pferd laut Mitteilung begutachtet und DNA-Proben entnommen. Diese seien am Zentrum für Wildtiergenetik des Senckenberg Instituts in Gelnhausen analysiert worden.

Das verletzte Pferd war Ende April auf einer Koppel in Mühltal-Traisa gefunden worden. Zunächst war laut Polizei nicht ausgeschlossen, dass das Großpferd von einem Wolf verletzt worden war. Lebensgefahr bestand keine. Es lebte mit mindestens einem weiteren Pferd auf der Koppel, dieses wurde nicht verletzt. Der Pferdebesitzer hatte die Verletzungen an dem Hengst entdeckt und die Polizei alarmiert.

© dpa-infocom, dpa:240523-99-137388/3

Analyseergebnisse liegen vor: Hund statt Wolf

(dpa)
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