Hunderte Angebote: Betriebe bereit für Praktikanten und Auszubildende

Hunderte Angebote: Betriebe bereit für Praktikanten und Auszubildende

Wenn es um Zahlen in der Flüchtlingsfrage geht, gibt es gerade für den Arbeitsmarkt wenig valides Datenmaterial. Bei vielen Ayslbegehrenden läuft das Anerkennungsverfahren noch, nur wenige können aufgrund guter Vorkenntnisse sofort vermittelt werden.

In der Region Trier betreuen Arbeitsagentur und Jobcenter derzeit gut 2400 arbeitssuchende Flüchtlinge. Nur 65 von ihnen kommen sofort für eine Ausbildung infrage, weil Sprache und Ausbildungsniveau fürs deutsche System passen. Für alle anderen gibt es Förderprogramme.

Die Betriebe in der Region sind durchaus bereit, Flüchtlinge einzustellen, allein 88 Prozent der von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier befragten Betriebe. Der Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur verzeichnet derzeit 121 offene Stellen, 145 Ausbildungsstellen und 87 Praktikumsplätze. Die Kammern (IHK und Handwerkskammer) melden zusammen knapp 1000 verschiedene Beschäftigungsangebote.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hat ermittelt, dass Ende Juli etwa zehn Prozent der als arbeitssuchend geltenden Flüchtlinge eine Arbeit hatten. Zuletzt hatte sich gezeigt, dass nach sechs Jahren 50 Prozent der Flüchtlinge einen Job haben.

Allerdings steigt die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Flüchtlinge: Im Januar waren im Land 3400 Flüchtlinge in Lohn und Brot, ein Plus von gut 31 Prozent im Vergleich zu 2015.

Laut IAB haben 46 Prozent der bleibeberechtigten Flüchtlinge ein Gymnasium oder eine Hochschule besucht, 27
Prozent eine Mittel- oder Fachschule und 19 Prozent eine Grundschule. sasMehr zum Thema

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