"Ihren Personalausweis, bitte"

Die Sicherheitsvorkehrungen für den G-8-Gipfel sind auch in der Region zu spüren. An den Grenzen wird wieder kontrolliert, wer aus Luxemburg oder Belgien einreist, muss damit rechnen, angehalten zu werden. Auch am Flughafen Hahn gibt es mehr Kontrollen.

Luxemburg. (wie) Ob die Kontrollen wirklich was bringen, daran zweifelt auch so mancher Bundespolizist, der derzeit wieder Dienst an den Grenzen schieben muss. Gewalttätige Globalisierungsgegner hätten das nun mal nicht auf der Stirn stehen, sagt ein Beamter unserer Zeitung.Verschärfte Kontrollen zuletzt bei der WM

Daher müssen sich die Grenzschützer auf ihr Gespür verlassen. Wer von Belgien, Luxemburg oder Frankreich derzeit nach Deutschland einreist, muss damit rechnen, dass es heißt: "Ihren Personalausweis, bitte" und dass seine Daten mit der europäischen Verbrecherdatei abgeglichen werden. Daher sollte man (auch Kinder) seinen Personalausweis oder Pass auf jeden Fall immer dabei haben, wenn man über die Grenze fährt, rät das Bundespolizeiamtes Saarbrücken. Dabei dürfte es fraglich sein, dass gewaltbereite Demonstranten offiziell einreisen werden. Bei verdächtigen Personen soll es auch Fahrzeugkontrollen geben. Zuletzt hatte es im Zuge der Fußballweltmeisterschaft im vergangenen Jahr verschärfte Kontrollen an den Grenzen gegeben, um die Einreise potenzieller Hooligans zu verhindern.Kritik seitens der Grünen Jugend

Auch in den Zügen aus Luxemburg wird verstärkt kontrolliert, genau wie am Flughafen Hahn. Laut Bundespolizei sei aber nur punktuell mit Beeinträchtigungen zu rechnen. Normalerweise gibt es innerhalb der EU keine regelmäßigen Grenzkontrollen mehr. Nur im Einzelfall können diese wieder eingeführt werden. Die Grüne Jugend Saar kritisiert die Grenzkontrollen heftig Es sei inakzeptabel, dass die Freizügigkeit innerhalb Europas für den G8-Gipfel beträchtlich eingeschränkt werde, sagt Landesvorstand Christian Bohr, der ein Ende der "sinnlosen" Kontrollen fordert.