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Immer mehr Dörfer haben keine Kneipe mehr

FOTO: Uwe Hentschel (uhe) ("TV-Upload Hentschel"
Trier. Die Zahl der Restaurants und Gaststätten in Rheinland-Pfalz ist innerhalb von vier Jahren um 380 Betriebe und damit gut zehn Prozent zurückgegangen. Das sagte der Mainzer Wirtschaftsminister Volker Wissing auf eine Anfrage des Trier-Saarburger Landtagsabgeordneten Arnold Schmitt (CDU). Rolf Seydewitz

Danach gab es vor zwei Jahren 3259 Betriebe im Land; vier Jahre zuvor waren es noch 3637. Inzwischen gebe es nur noch in 59 Prozent aller rheinland-pfälzischen Dörfer eine Gaststätte. Ein Grund dafür ist laut Wissing, dass viele Bewohner durch die wachsende Mobilität überregionale Freizeitangebote nutzten und die klassische Dorfgaststätte somit an Bedeutung verliere.

Der Präsident des rheinland-pfälzischen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga, Gereon Haumann, gibt dem Staat eine Mitschuld am Kneipensterben. So seien etwa in der Vergangenheit Gemeindehäuser finanziell gefördert worden, die jetzt den Gasthäusern im Ort Konkurrenz machten, kritisierte Haumann Anfang Oktober in einem Interview mit unserer Zeitung. Danach hatte CDU-Parlamentarier Arnold Schmitt die Anfrage an die Landesregierung gestellt.