Innenminister Lewentz sieht keine Finanznot am Hahn

Innenminister Lewentz sieht keine Finanznot am Hahn

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) sieht mit der Option eines 34-Millionen-Euro-Kredits des Landes für den Flughafen Hahn eine gute Grundlage für die Verkaufsgespräche. "Das wäre ein Instrument, um Verkaufsverhandlungen weiter zu begleiten und zu ermöglichen", sagte Lewentz am Donnerstag im Landtag in Mainz.

Die Gesellschaft Dornbach habe die Finanzlage des Flughafens geprüft und die bisherigen Angebote von Bietern miteinbezogen. "Es ist deshalb von einer positiven Fortführungsprognose auszugehen." Damit wäre ein Kredit möglich. Derzeit lägen "keine Insolvenz-Eröffnungsgründe" vor.
CDU-Fraktionsvize Alexander Licht (Brauneberg) äußerte Zweifel an der Einschätzung der Regierung an einer positiven Geschäftsprognose des verschuldeten Flughafens.

Die CDU-Opposition fragte den Minister, inwieweit der Airport Hahn mit dem verlängerten Ryanair-Vertrag attraktiver für Käufer wird. Der Flughafen profitiere von dem um fünf Jahre verlängerten Vertrag, sagte Lewentz. Ryanair sei auch ein einjähriger Vertrag oder eine Ausstiegsoption angeboten worden, die Fluggesellschaft habe die Alternativen aber abgelehnt. Regressansprüche von Ryanair, sofern der Flughafen nicht weiter betrieben werden könne, verneinte das Innenministerium.

Solche Ansprüche kann dagegen das am Hahn angesiedelte Wartungsunternehmen Haitec geltend machen. Sollte der Flughafen bis 2028 nicht mehr existieren, müsste das Land der Firma 6,2 Millionen Euro für einen Grundstückskauf erstatten.