Irritation über Klöckner-Vorschlag nach Regionalkonferenzen in Landes-CDU

Landespolitik : Regionalkonferenzen um Spitzenkandidatur für 2021? Klöckner-Vorstoß sorgt für Irritationen in Landes-CDU

Es bleibt nebulös, wen die Landes-CDU 2021 gegen Malu Dreyer ins Rennen schickt. Soll es - ähnlich wie im Bund mit AKK, Merz und Spahn – Regionalkonferenzen um die Spitzenkandidatur geben?

Das Werben von Julia Klöckner, vor der Landtagswahl 2021 mögliche CDU-Spitzenkandidaten in Regionalkonferenzen zu schicken, sorgt für Irritationen in der Partei. Hinter vorgehaltener Hand sprechen viele CDU-Politiker von einem Vorschlag, der nicht abgesprochen gewesen sei und vor der Kommunalwahl zu einem „unmöglichen Zeitpunkt“ komme.

Die CDU-Landeschefin hatte der „Allgemeinen Zeitung“ gesagt: „Sollten wir mehrere Kandidaten haben, werde ich dieses Verfahren vorschlagen.“ CDU-Eifelrebell Michael Billen tönt: „Ich lehne die Regionalkonferenzen als Alibi-Veranstaltungen ab, der Vorschlag ist abenteuerlich.“ Sollten sich mehrere Kandidaten zur Wahl stellen, wirbt Billen für eine Mitgliederbefragung.

Jens Münster, Landeschef der Jungen Union, sagt dagegen: „Wenn es mehrere Kandidaten gibt, bin ich der Meinung, dass man Regionalkonferenzen machen sollte.“ Der Trierer Politikforscher Uwe Jun meint: „Es hat sich gezeigt, dass die Bundes-CDU durch die Konferenzen an Akzeptanz gewonnen hat.“ Jun vermutet: Der Vorstoß stärke CDU-Fraktionschef Christian Baldauf nicht unbedingt, schließe ihn aber keineswegs aus.

In Rheinland-Pfalz gab es Regionalkonferenzen der CDU bereits vor der Landtagswahl 2006. Der Trierer Christoph Böhr setzte sich anschließend mit 57 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen den Salmrohrer Peter Rauen durch.

Hintergrund: Wen schickt die Landes-CDU 2021 gegen Dreyer ins Rennen?

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