| 07:41 Uhr

Jedes fünfte Kind im Saarland auf Hartz IV angewiesen

Ein Paar mit einem Kind steht auf einer Zwei-Euro-Münze. Foto: Andreas Gebert/Archiv
Ein Paar mit einem Kind steht auf einer Zwei-Euro-Münze. Foto: Andreas Gebert/Archiv FOTO: Andreas Gebert
Nürnberg. Im Saarland war Mitte 2017 etwa jedes fünfte Kind auf Hartz IV angewiesen. Das geht aus jüngsten Statistiken der Bundesagentur (BA) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Insgesamt lebten im Saarland rund 29 500 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Familien, die wegen Jobverlusts oder zu geringen Lohns auf Hartz IV angewiesen waren. Das Bundesland liegt mit einer Quote von 19,6 gemessen an allen Kindern und Jugendlichen unter 18 weit über dem bundesweiten Durchschnitt von 14,6 Prozent. dpa

Im gesamten Deutschland war im vergangenen Jahr knapp jedes siebte Kind unter 18 Jahren auf Hartz IV angewiesen. Noch vor fünf Jahren war es lediglich knapp jedes achte Kind gewesen. Die Bundesagentur führt den relativ starken Anstieg vor allem auf die wachsende Zahl ausländischer Familien zurück, die von Jobcentern betreut werden und die von Arbeitslosengeld II leben müssen. Eine große Rolle spiele hierbei die wachsende Zahl von Flüchtlingen, sagte ein Sprecher. Fänden sie nach Abschluss ihres Asylverfahrens und Absolvierung von Integrations- und Sprachkursen nicht gleich eine Arbeit, kämen die Jobcenter für den Lebensunterhalt auf.