Kabinett berät über Waldzustandsbericht

Kabinett berät über Waldzustandsbericht

Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz hat am Dienstag über den neuen Waldzustandsbericht beraten, der die Dürreschäden zwischen Pfälzer- und Westerwald darstellt. Der Bericht zeige, dass nicht nur die Fichte, sondern nahezu alle Baumarten „klimakrank“ seien, teilte das Umweltministerium mit.

Die Erderhitzung hinterlasse deutliche Spuren im Wald, „das Absterben von Bäumen hat auch in diesem Jahr erschreckende Dimensionen erreicht“. Der Öffentlichkeit werden die Details des Berichts an diesem Donnerstag im Ober-Olmer Wald bei Mainz mitgeteilt.

Der zunächst im Kabinett vorgestellte Bericht enthält die Ergebnisse der Waldzustandserhebung im Sommer. Forstleute erfassten an ausgewählten Orten in ganz Rheinland-Pfalz den Zustand der Wälder. Neben der Datenerfassung zu jeweils 24 Bäumen an etwa 168 sogenannten Aufnahmepunkten in Rheinland-Pfalz gab es in diesem Jahr auch eine Zusatzerhebung zu absterbenden oder bereits abgestorbenen Bäumen. Zuständig für die Erhebung ist die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) in Trippstadt.

Das zweite trockene Jahr in Folge hat die Sorge um den Zustand der Wälder in Rheinland-Pfalz verschärft. Neben den Schäden in der Holzvermarktung - vor allem aufgrund von Käferbefall - steht dabei vor allem die Gefährdung der Wälder in ihrer Bedeutung für Klimaschutz, Artenvielfalt und Erholung im Zentrum.