Kaiserslautern beendet Negativserie: Große Erleichterung

Kaiserslautern beendet Negativserie: Große Erleichterung

Mit der bisher besten Saisonleistung hat der 1. FC Kaiserslautern nach schwierigen Wochen ein Ausrufezeichen gesetzt. Doch dem 3:0-Erfolg beim KFC Uerdingen müssen weitere Siege folgen. Torjäger Timmy Thiele spricht von einem „Kartenhaus“.

Aufatmen beim 1. FC Kaiserslautern: Der abstiegsbedrohte Fußball-Drittligist hat am Samstag die Negativserie von drei Niederlagen beendet und beim KFC Uerdingen dank einer deutlichen Leistungssteigerung mit 3:0 (1:0) gewonnen. Doch nach der Länderspielpause muss der FCK nachlegen, die Situation ist noch immer prekär.

Es sieht so aus, als hätte Boris Schommers in der letzten Woche viel bewegt. Der Trainer sortierte am Donnerstag Kapitän Christoph Hemlein, Janek Sternberg und Antonio Jonijc aus. Er wollte ein Zeichen setzen, der Mannschaft eine neue Hierarchie und Struktur verleihen und die Last auf mehrere Schultern verteilen. Und schon im ersten Spiel ging die Maßnahme auf. „Mir war heute sehr wichtig, dass die Mannschaft genau dieses Gesicht zeigt, als Team agiert und sich über 90 Minuten an den Matchplan hält. Das hat sehr gut funktioniert“, sagte Schommers.

So gut wie nichts am Auftritt seiner Elf erinnerte an die vergangenen Wochen. Eine Leistungssteigerung in jeglicher Hinsicht sicherte dem 40-Jährigen den hochverdienten zweiten Sieg als FCK-Trainer. „Ich wollte erreichen, dass andere Spieler in die Verantwortung gehen. Und das habe ich heute schon gesehen“, sagte Schommers.

Neben dem neuen Kapitän Carlo Sickinger meinte er damit wohl insbesondere Timmy Thiele. Nachdem ein Eigentor von Assani Lukimya (42. Minute) den FCK vor 4453 Zuschauern in Führung brachte, legte Thiele zunächst das 2:0 durch Christian Kühlwetter auf (57.) und vollstreckte selbst zum 3:0-Endstand (65.). „Einen mehr hätte ich noch machen müssen“, zeigte sich der Matchwinner trotz seiner besten Saisonleistung selbstkritisch.

Thiele sorgte zudem dafür, dass keiner den Sieg zu hoch bewertete. „Wir müssen jetzt unbedingt nachlegen“, forderte der 28-Jährige. Zugleich warnte er vor den bisherigen Fehlern: „Nach jeder kleinen Aufbruchstimmung haben wir uns das Kartenhaus bisher selbst umgehauen.“

Nach der Länderspielpause sind die Lauterer am 24. November vor eigenem Publikum gegen Hansa Rostock gefordert. Dann soll eine Serie enden. Denn auf zwei aufeinanderfolgende Siege in der Liga warten die Pfälzer seit über einem Jahr.

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