Kaiserslautern-Coach nach 1:6-Blamage in Meppen vor dem Aus

Kaiserslautern-Coach nach 1:6-Blamage in Meppen vor dem Aus

Die Krise des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern hat nach einem blamablen Auftritt beim SV Meppen einen neuen Tiefpunkt erreicht. Die Pfälzer kassierten am Samstag eine 1:6 (1:3)-Niederlage im Emsland.

Der bereits angezählte FCK-Trainer Sascha Hildmann zeigte sich ratlos. „Man kann nicht alles erklären. Ich kann mich bei den Fans nur entschuldigen, das haben sie nicht verdient“, sagte der 47-Jährige.

Doch eine Möglichkeit zur Wiedergutmachung dürfte der Trainer kaum bekommen. Als Kaiserslautern im November letzten Jahres eine 0:5-Niederlage in Unterhaching kassierte, musste Hildmanns Vorgänger Michael Frontzeck gehen. Ein ähnliches Schicksal droht nun auch dem gebürtigen Kaiserslauterer, dem es in knapp zehn Monaten nicht gelungen ist, die Mannschaft voranzubringen. Der Aufstiegsaspirant konnte nur zwei der ersten acht Spiele für sich entscheiden.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agenur steht die Beurlaubung Hildmanns unmittelbar bevor. Der Entschluss soll am Montag präsentiert werden. „Wir können den Unmut und die Enttäuschung der Fans über das gestrige Spiel voll und ganz nachvollziehen“, sagte Sport-Geschäftsführer Martin Bader der dpa. „Auch wir sind konsterniert und ernüchtert über die Leistung der Mannschaft. Ein solches Spiel dürfen wir einfach nicht abliefern, da gibt es nichts zu diskutieren.“ Das 1:6-Debakel und die aktuelle Situation werde nun mit allen Verantwortlichen und Beteiligten intensiv analysiert und aufgearbeitet.

Noch nicht klar ist, ob eine Nachfolgeregelung schon bis zum Spiel am kommenden Samstag gegen den 1. FC Magdeburg getroffen ist. Weil auch Co-Trainer Alexander Bugera vor der Freistellung steht, könnte U21-Trainer Hans Werner Moser als Interimslösung einspringen. Ebenso unklar ist die Zukunft von Sportchef Bader, dessen Vertrag am Jahresende ausläuft.

Die völlig indisponierte Leistung in der Defensive machte es unmöglich, Punkte aus Meppen mitzunehmen. Die Gastgeber waren vor 8686 Zuschauern klar überlegen. Valdet Rama (3. Minute/Handelfmeter), Hassan Amin (19.), Luka Tankulic (26.), Markus Ballmert (52.), erneut Rama (66./Foulelfmeter) und Florian Egerer (81.) trafen. Florian Pick (11.) erzielte den einzigen Treffer der Lauterer.

„Wir haben unfassbar viele Fehler gemacht. Wir hatten keine Zweikampfführung in allen Belangen“, kritisierte Hildmann. Einzig U21-Nationalkeeper Lennart Grill war es zu verdanken, dass es angesichts des Meppener Chancenüberschusses nicht noch deutlich schlimmer endete.

Die Probleme der Lauterer werden sich jedoch kaum nur mit einem weiteren Trainerwechsel erübrigen. Die gesamte sportliche Führung des Fritz-Walter-Clubs dürfte hinterfragt werden. Für Sportchef Bader dürften sich die Tage in der Pfalz bereits dem Ende neigen. Ob dem 51-Jährigen, dessen Vertrag zum Jahresende ausläuft, die Verantwortung für die wohl nötige Trainersuche übertragen wird, erscheint mehr als fraglich. Dem viermaligen deutschen Meister steht auf dem Tiefpunkt der Vereinsgeschichte erneut ein großer Umbruch bevor.

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