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| 14:59 Uhr

Kameruner Politikwissenschaftler erhält Ernst-Bloch-Preis

Der kamerunische Historiker und Philosoph Achille Mbembe. Foto: Daniel Bockwoldt
Der kamerunische Historiker und Philosoph Achille Mbembe. Foto: Daniel Bockwoldt FOTO: Daniel Bockwoldt
Ludwigshafen. Der mit 10 000 Euro dotierte Ernst-Bloch-Preis 2018 der Stadt Ludwigshafen geht an den Politikwissenschaftler Achille Mbembe aus Kamerun. Mit dem 1957 geborenen Hochschullehrer, der als Vordenker des sogenannten Postkolonialismus und als Kritiker rassistischer Denkstrukturen gilt, zeichne man laut Jury einen der wichtigsten Denker des afrikanischen Kontinents aus, teilte die Stadt am Freitag mit. Der studierte Historiker und politische Philosoph habe einen Blick für gesellschaftliche Brüche und Gefahren der Demokratie und trete über die Grenzen hinaus für eine humane Welt im Sinne Ernst Blochs ein. dpa

Mbembe, der derzeit in Südafrika lehrt, soll am 15. November mit dem Preis geehrt werden, den die Stadt in Erinnerung an den aus Ludwigshafen stammenden Philosophen Ernst Bloch seit 1985 alle drei Jahre vergibt. Der mit 2500 Euro verbundene Ernst-Bloch-Förderpreis geht an den Autor Maximilian Probst.

Mbembe hatte nach Angaben der Stadt schon in jungen Jahren ein Bewusstsein für gesellschaftliche Missstände entwickelt. Er studierte Geschichte in Paris, promovierte 1989 und lehrte später an renommierten Universitäten in den USA. Für sein Buch „Kritik der schwarzen Vernunft“ hatte er 2015 den Geschwister-Scholl-Preis erhalten. Darin kritisiert er, dass die Ausdehnung des globalen Kapitalismus auf den Strukturen des Sklavenhandels basiere. Der Aufklärung zum Trotz breite sich rassistisches und subalternes Denken weiter aus.