Kampf gegen Käfighaltung zeigt Wirkung

Kampf gegen Käfighaltung zeigt Wirkung

Bei der Kleingruppenhaltung sind Hühner jedoch immer noch eingepfercht

Seit dem 1. Januar 2010 ist die Käfighaltung von Legehennen in Deutschland eigentlich verboten. Doch noch immer werden Tiere auf engstem Raum zusammengepfercht. Diese Art der Haltung nennt sich jetzt "Kleingruppenhaltung".Eine Henne in Kleingruppenhaltung wird mit bis zu 60 anderen Tieren in einem Käfig gesperrt und hat einen Lebensraum, der 28 mal 28 Zentimeter groß ist - das entspricht der Größe von anderthalb Din-A4-Blättern. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten hält das für nicht artgerecht und fordert "den generellen Ausstieg aus der Käfighaltung". Zuletzt haben die Tierschützer mit der Veröffentlichung von Fotos und Videos aus den Betrieben der Firma Bayern-Ei Aufsehen erregt. Auf dem Filmmaterial sind Legebatterien im dem niederbayrischen Dörfchen Aiterhofen zu sehen, in denen verwahrloste Hennen zusammengepfercht mit ihren toten Artgenossen in heruntergekommenen Käfigen vegetieren. Die dort produzierten Eier werden fast ausschließlich von der Lebensmittelindustrie verwendet - für Backwaren, Nudeln, Fertiggerichte, Stangenei und bunt gefärbte Ostereier. Der Anteil von Käfigeiern an der Produktion von Großerzeugern in Rheinland-Pfalz lag 2011 bei 3,7 Prozent - im Jahr 2001 waren es noch mehr als 92 Prozent! pjf