Kostüme und Kultur Als Indianer verkleidet zu Karneval: Okay oder absolutes No-Go?

Trier · „Warum poppt seit einigen Jahren immer zur Fastnachtszeit die Diskussion um Kostüme auf? Es geht doch nur um Ausgelassenheit und Feiern.“ - Wir sprechen mit der Trierer Professorin Gerhild Perl über das sensible Thema „kulturelle Aneignung“ und erklären, warum wir darüber reden müssen.

 Der sympathische Held von früher: Pierre Brice als Winnetou 1982 bei den Karl-May-Festspielen in Elspe.

Der sympathische Held von früher: Pierre Brice als Winnetou 1982 bei den Karl-May-Festspielen in Elspe.

Foto: picture alliance / dpa/Horst Ossinger

In diesem Interview geht es um Dreadlocks, um „Indianer“-Kostüme zu Fastnacht und darum, was „Cultural Appropriation“, also kulturelle Aneignung, eigentlich bedeutet. Vielleicht erinnern Sie sich an die ein oder andere Diskussion der letzten Jahre. Es ist ein komplexes Thema, aber nur Mut – die Ethnologin Gerhild Perl von der Universität Trier erklärt, warum die Geschichten hinter diesen Symbolen und Verkleidungen so wichtig sind.