Keine falschen Angaben

MAINZ. (win) Herbert Jullien wehrt sich: Nach eigenen Angaben hat der Landtagsabgeordnete weder mit "falschen noch unzutreffenden Angaben" Kredite bei der früheren Kreissparkasse Cochem-Zell beantragt.

Die am Dienstag bekannt gewordenen Vorwürfe gegen Jullien träfen in keinster Weise zu, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Mainz zu dem gegen ihn eingeleiteten Ermittlungsverfahren (der TV berichtete). Die Staatsanwaltschaft Koblenz verdächtigt Jullien des Betruges, weil er unrichtige Angaben über seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse gemacht haben soll. Laut früheren Angaben Julliens geht es dabei um einen Gesamtkredit von 1,4 Millionen Euro. Dem Vernehmen nach soll Jullien Verbindlichkeiten von 670 000 Euro verschwiegen haben. Der Kredit wurde später um 690 000 Euro wertberichtigt. Die Abschreibung wurde hinfällig, als Jullien die gleiche Summe als Sondertilgung einzahlte. Der Sparkasse hätten alle gewünschten Unterlagen vorgelegen, versicherte der Abgeordnete. Die zusätzlichen Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts auf Steuerhinterziehung kann sich der 54-jährige Steuerberater nicht erklären. Sein Anwalt habe Akteneinsicht beantragt, so Jullien auf Nachfrage. Aus seiner Sicht ist an den Vorwürfen "absolut nichts dran". Die Fraktion stehe hinter ihm, betonte der Parlamentarische Geschäftsführer, der keinen Anlass zu persönlichen Konsequenzen sieht. Es gelte ohne jede Einschränkung die Unschuldsvermutung, sagte CDU-Chef Christoph Böhr dem TV . Fraktions-Vize Dieter Schmitt betonte, die Fraktion stehe zu Jullien.