Beiträge steigen Für diese Autos wird die Kfz-Versicherung 2024 teurer

Autobesitzer wurden in den vergangenen Monaten immer wieder mit Preiserhöhungen konfrontiert: Erst der Sprit, dann die Reparaturen und in Trier auch noch die Parkkosten. Zusätzlich steigen die KFZ-Versicherungen im kommenden Jahr. Die gute Nachricht ist: Das gilt nicht für alle.

 Manche Autobesitzer müssen im kommenden Jahr bis zu zehn Prozent mehr für ihre KFZ-Versicherung zahlen.

Manche Autobesitzer müssen im kommenden Jahr bis zu zehn Prozent mehr für ihre KFZ-Versicherung zahlen.

Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn/Andrea Warnecke

Ein eigenes Auto zu besitzen, wird nicht billiger – so viel steht fest. Die Allianz-Versicherung teilt mit, dass sie und andere Kfz-Versicherer im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben haben. Grund seien vor allem die gestiegenen Kosten für Reparaturen und Ersatzteile, während die Kundenbeiträge auf dem gleichen Niveau geblieben oder sogar billiger geworden seien. Laut der Allianz ändert sich das nun: „Weil die Preise weiter steigen, müssen die Beiträge an die Preisentwicklung angepasst werden.“

Einige Autofahrer müssen deshalb bereits im kommenden Jahr mehr für ihre Kfz-Versicherung zahlen. Im Schnitt stiegen die Beitragskosten um 3,6 Prozent. In manchen Fällen mussten Autobesitzer besonders tief in die Tasche greifen: Je nach Tarif erhöhten sich die Versicherungsbeiträge um über zehn Prozent. Das ergab eine Erhebung der Preisvergleichsportale Check24 und Verivox.

Welche Automodelle werden in ihrer Haftpflichtversicherung teurer?

  • Ford Focus 1.0, Typklasse 15 (+2)
  • Audi Q5 50 TDI Quattro, Typklasse 17 (+2)
  • Mercedes Benz GLC 250 Coupe 4Mati, Typklasse 21 (+2)
  • Nissan Leaf, Typklasse 20 (+2)
  • Audi A4 Avant 1.4 TFSI, Typklasse 14 (+1)
  • Ford Puma 1.0, Typklasse 15 (+1)
  • VW T-Roc 2.0 TDI 4Motion, Typklasse 13 (+1)

Diese Automodelle haben nach Angaben des ADAC ab 2024 eine höhere Typklasse – und werden dadurch teurer in der Versicherung. Die Preiserhöhung aufgrund einer höheren Typklasse betrifft knapp 13 Millionen Menschen, berichtet der ADAC. Die Klassen legt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft fest. Sie ergibt sich durch die Höhe an Leistungen, die die Versicherer für bestimmte Automodelle in den vergangenen zwölf Monaten leisten mussten – und nach der Höhe der Schäden, die durch die Fahrer des jeweiligen Modells entstanden sind.

Die gute Nachricht ist, dass die meisten deutschen Autobesitzer keinen höheren Beitrag zahlen müssen. Die Typklasse ihres Modells bleibt unverändert – für 5,4 Millionen Fahrzeughalter sinkt sie sogar. Eine Übersicht zu allen Automodellen und ihrer Typklasse finden Sie hier.

Diese Faktoren beeinflussen den Preis der KFZ-Versicherung

Aber Moment. War nicht davon die Rede, dass die Versicherungsbeiträge steigen? Ja und nein. Versicherungsanbieter wie die Allianz kündigten zwar an, dass sie die Beiträge der Kunden aufgrund der steigenden Kosten anheben müssen. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass der Beitrag am Ende auch wirklich höher ist als noch im Jahr zuvor.

Warum? Die Antwort darauf ist, wie so häufig in Versicherungsfragen, etwas kompliziert. Laut ADAC wird „der Versicherungsbeitrag für KFZ-Haftpflicht und Kaskoversicherungen von mehreren Faktoren beeinflusst.“ So wirkt sich unter anderem der Wohnort darauf aus, wie teuer die Haftpflichtversicherung ist. Je höher die „Regionalklasse“, desto mehr müssen Autofahrer in dem Zulassungsgebiet zahlen. Trier hat beispielsweise einen Wert von 4 in der Haftpflicht – und ist damit in der Region am teuersten.

So können Verbraucher den Beitrag günstiger halten

Abgesehen davon beeinflusst die Schadenfreiheitsklasse (SF) die Höhe des Versicherungsbeitrags. Dabei gilt: Je länger ein Fahrer keinen Unfall baut, desto höher ist seine SF – und desto günstiger seine Haftpflichtversicherung. Auch der Kilometerstand, das Alter des Autos beim Kauf oder die Höhe der Selbstbeteiligung beeinflussen laut ADAC die Beitragshöhe.

Um trotz Beitragserhöhungen so wenig wie möglich für die Haftpflicht zu zahlen, gibt die Allianz ihren Kunden ein paar hilfreiche Tipps. Autobesitzer sollten unter anderem daran denken, ihre jährliche Fahrleistung anzupassen. Heißt: Wer deutlich weniger Kilometer im Jahr zurücklegt, sollte das auch der Versicherung mitteilen. Gleiches gilt, wenn noch eine weitere junge Person – beispielsweise das volljährige Kind – auf das Auto zugelassen ist, aber gar nicht mehr damit fährt.

Ist der KFZ-Beitrag wirklich viel zu hoch, könnte es sich lohnen, zu einem günstigeren Versicherer zu wechseln. Einige bieten vor allem Neukunden ansprechende Tarife. Bei der Suche nach einer geeigneten, neuen Versicherung können Vergleichsportale helfen.

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