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Kindertagesstätten: Landesregierung und Opposition streiten um Qualität

Kindertagesstätten: Landesregierung und Opposition streiten um Qualität

Gibt es an den rheinland-pfälzischen Kindertagesstätten eine Top-Qualität oder alarmierende Zustände, bedingt durch großen Personalmangel? Darüber streiten die Landesregierung und die CDU-Opposition. Wie ist Ihre Meinung? Welche Erfahrungen haben Sie in den Kitas gemacht?

Die Union wirft Rot-Grün Fehlplanungen und Versäumnisse vor. Der Fachkräftemangel führe dazu, dass die Qualität der Arbeit leide, Exkursionen nicht mehr stattfänden und das Personal zunehmend belastet sei. Es sei ein "Zeichen der Hilflosigkeit", wenn Familienministerin Irene Alt (Grüne) die Frage der Qualität und der Personalausstattung an die Träger abschieben wolle, sagte CDU-Sprecherin Simone Huth-Haage am heutigen Donnerstag im Landtag.

SPD und Grüne wiesen die Vorwürfe zurück. "Das ist eine Lehrstunde in Sachen Schlechtreden einer einzigartigen Erfolgsgeschichte", bekräftigte Bettina Brück (SPD). Die Versorgung sei hervorragend, pflichtete Elisabeth Bröskamp (Grüne) bei.

Familienministerin Irene Alt kündigte an, sich künftig der Verbesserung der Qualität in den Kitas widmen zu wollen. In den vergangenen Jahren sei der Fokus auf den Kita-Ausbau gelegt worden. Alt plant einen Qualitätskongress mit Trägern, Kommunen und Fachkräften.

Klaus-Peter Hammer, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), begrüßt einen solchen runden Tisch. Allerdings müsse dieser "konkrete Lösungsansätze aufzeigen", mahnt Hammer. Seiner Einschätzung nach fehlen landesweit rund 2000 Erzieherinnen in den Kitas. Der Beruf müsse generell aufgewertet werden.

Extra: Wie ist Ihre Meinung? Welche Erfahrungen haben Sie in den Kitas gemacht? Schreiben Sie uns an echo@volksfreund.de .