Klage gegen Cattenom geprüft - Ergebnisse werden in Trier vorgestellt

Klage gegen Cattenom geprüft - Ergebnisse werden in Trier vorgestellt

Der Trierer Oberbürgermeister sieht Fortschritte im Kampf gegen das umstrittene französisce Atomkraftwerk Cattenom. Am Ende der Woche stellen die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken und der saarländische Staatssekretär für Umwelt und Verbraucherschutz Roland Krämer die Zwischenergebnisse der Klageprüfung im Rahmen einer Pressekonferenz in Trier vor, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Dies schaffe Klarheit in der Sache, sagte Oberbürgermeister Leibe.

Die Frage, ob gegen das Kernkraftwerk geklagt werden kann, war Inhalt der Trierer Cattenom-Gespräche, zu denen Leibe ins Trierer Rathaus eingeladen hatte. "Die Menschen sind unserer Region sind sehr beunruhigt über die immer wieder kehrenden Vorfälle in diesem Atomkraftwerk an der deutsch-französisch-luxemburgischen Landesgrenze", sagte er. Mit den Cattenom-Gesprächen habe die Stadt Trier den von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen initiierten Beschluss des Stadtrates umgesetzt. Als Akteure seien hierbei die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland, Vertreter der kommunalen Gebietskörperschaften in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Luxemburg sowie der Trierer Stadtrat einbezogen worden.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe und der Landrat des Kreises Trier-Saarburg, Günther Schartz, zeigten sich zugleich aber erstaunt, dass beide von der Pressekonferenz erst aus den Medien erfahren haben. "Es ist allerdings höchst befremdlich über die Medien zu erfahren, dass die Ergebnisse bezüglich eines rechtlichen Vorgehens in der ADD der Öffentlichkeit vorgestellt werden und das Umweltministerium weder den Trierer Stadtvorstand noch den Landrat des Kreises Trier-Saarburg informiert noch eingeladen hat, zumal Herr Schartz für das Land in der Lokalen Informationskommission Cattenom (CLI) sitzt."