Naturschutz Stirbt der Mosel-Apollo aus?

Bernkastel-Kues · Klimatische Veränderungen im Moseltal bedrohen einen einzigartigen Falter. Um die Art zu erhalten, sollen Wiesen erst ab September gemäht werden.

 Die Population des Mosel-Apollo ist im Jahr 2019 auf 100 bis 200 Exemplare zurückgegangen. Ob er in diesem Sommer noch mal auf die Wiesen- Flockenblume fliegt, ist offen.

Die Population des Mosel-Apollo ist im Jahr 2019 auf 100 bis 200 Exemplare zurückgegangen. Ob er in diesem Sommer noch mal auf die Wiesen- Flockenblume fliegt, ist offen.

Foto: TV/Initiative Lebendige Mosel-weinberge/ Josef Lenz

Dr. Detlef Mader spricht von der „Apokalypse des Mosel-Apollo“. Der Biologe fragt in einer jüngst von ihm veröffentlichten Forschungsarbeit: „Aussterben oder Überleben?“ Er hat darin analysiert, was die Gründe für den massiven Rückgang der einzigartigen Falterpopulation zwischen Cochem und Koblenz sind. Für das Jahr 2019 gibt er eine Populationsstärke zwischen 100 und 200 Exemplaren für den wissenschaftlich Parnassius apollo vinningensis genannten Apollo-Falter an. In den Vorjahren wurden jeweils zwischen 300 und 500 Exemplaren gezählt. Eine ähnlich niedrige Populationsstärke habe es nur im Jahr 2012 gegeben (zwischen 150 und 300 Exemplare).