Kling, Kasse, klingelingeling: Wirtschaftsfaktor Weihnachtsmarkt

Kling, Kasse, klingelingeling: Wirtschaftsfaktor Weihnachtsmarkt

Rund 1500 Weihnachtsmärkte werden bundesweit in diesen Tagen wieder ihre Buden öffnen – viele davon auch in der Region Trier. Dabei ist das Geschäft mit dem weihnachtlichen Zauber für Händler und Schausteller immer wichtiger geworden.

Wenn in diesen Tagen wieder süßer Mandelduft über die Städte und Dörfer weht, Karussells Kinderaugen leuchten lassen und tausende Lichterketten alles geben, um Schaufenster und Buden zu erleuchten, dann haben die Weihnachtsmärkte Hochsaison. Was für die Besucher Idylle und Besinnlichkeit, ist für die Organisatoren und Budenbeschicker ein knallhartes Geschäft mit harten Fakten. Denn während die klassische Kirmes mit Losbude und Autoscooter kaum noch als finanzielles Standbein für die Schausteller ausreicht, machen viele inzwischen ein Drittel ihres Umsatzes auf den Weihnachtsmärkten, hat der Schaustellerbund Deutschland ausgemacht.

"Viele Budenbeschicker rechnen fest mit diesen Einnahmen", bestätigt Angela Bruch, Veranstalterin des Trierer Weihnachtsmarktes. - was auch die wachsende Zahl an Anfragen belege. Dass die Weihnachtsmärkte ein lukratives Geschäft sind, belegen die Zahlen: Laut Schaustellerbund gibt jeder Weihnachtsmarktbesucher immerhin rund 22 Euro für Paradiesäpfel, Reibekuchen und Glühwein aus.

Auch Frank Hoffmann, Vorsitzender des Gewerbekreises Bernkastel-Kues, sagt: "Der Weihnachtsmarkt ist bei uns für Einzelhandel und Gastronomie zu einer zweiten Saison geworden." Früher seien zwischen November und Ostern an der Mosel fast alle Hotels geschlossen gewesen. Heute gibt es geschätzt 50.000 Übernachtungen im Dezember allein in Bernkastel-Kues.

So bedeutet der Budenzauber auch für Hotellerie und Gastronomie zusätzliche Einnahmen. "Für Trier ist der Weihnachtsmarkt eines der touristischen Highlights im Jahr", sagt Heike May von der Trierer Touristinformation. Bis zu 110 Besuchergruppe würden in Spitzenzeiten pro Tag durch die Stadt geschleust, darunter viele französische Schulklassen. Aber auch die Nachfrage von Einzelgästen und Paaren führten in vielen Hotels zu Zimmerengpässen an den Adventswochenenden.

Alle Märkte in der Region: www.volksfreund.de/weihnachtsmärkte 

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