Kliniken geht Luft aus

MAINZ. (win) Den Kliniken in Rheinland-Pfalz drohen im kommenden Jahr Haushaltslöcher von insgesamt 80 Millionen Euro. Die Kosten steigen, doch die Krankenkassen zahlen nicht mehr, klagt die Krankenhausgesellschaft.

Die Finanzsituation der Kliniken verschärft sich nach Angaben der Krankenhausgesellschaft dramatisch. Weil die ihnen zugebilligten Budgets mit einer Steigerungsrunde von 0,02 Prozent faktisch einer Nullrunde unterworfen sind, reißen vor allem die Steigerungen bei den Personalkosten Lücken, die aus Sicht des Vorsitzenden der Krankenhausgesellschaft, Frank Rippel, nicht mehr durch Einsparungen aufzufangen sind. Die Einführung der Abrechnung mit Fallpauschalen und die Neuorganisation des ärztlichen Dienstes ohne Bereitschaftszeiten verschärften die Situation, sagt Rippel. Neue Probleme drohten zudem, wenn ab Herbst 2004 der "Arzt im Praktikum" wegfalle. Den Kliniken geht laut Rippel zunehmend die Luft aus. Die Finanzprobleme im Gesundheitswesen dürften nicht auf dem Rücken der Krankenhäuser, ihrer Mitarbeiter und der Patienten ausgetragen werden, warnt der Vereinigung von landesweit 98 Krankenhäusern mit 27 000 Betten und jährlich 800 000 Patienten.

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