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Kommunen in der Region investieren Millionen in Kleinkindbetreuung

Kommunen in der Region investieren Millionen in Kleinkindbetreuung

Obwohl die Kommunen in der Region Millionen für den Ausbau der Kleinkind-Betreuung in den Kitas investiert haben, fehlen noch Plätze. Seit einem Jahr besteht für alle unter Dreijährigen ein Rechtsanspruch auf eine Betreuung.

Irene Alt freut sich. Rheinland-Pfalz habe bundesweit einen Spitzenplatz beim Ausbau der Betreuung für unter Dreijährige (U 3), sagt die Kinder- und Jugendministerin (Grüne). Mit knapp 38.000 Plätzen könnten 39,5 Prozent der Kleinkinder im Land betreut werden. Sie sei sehr froh, dass die Kommunen nicht nachlassen würden, weitere Betreuungsplätze zu schaffen.
Diese Anstrengung kostet die Kommunen Millionen. Allein im Kreis Trier-Saarburg sind seit Ende 2007 rund 50 Millionen Euro (darin Zuschüsse des Landes und der Kindergartenträger) investiert worden, um neue U-3-Plätze zu schaffen. Allein 36 Millionen Euro kostete der Aus- und Umbau von Kitas. Rund 1800 Plätze für Kinder unter drei Jahren stehen dort derzeit zur Verfügung und damit die Hälfte der im Kreis lebenden Kleinkinder.
Der Eifelkreis Bitburg-Prüm hat sei 2009 fast eine Million Euro Eigenmittel für den U-3-Ausbau ausgegeben, in diesem Jahr soll noch eine Million Euro investiert werden. Mit 793 Plätzen bestehen für 32,5 Prozent der Kleinkinder Betreuungsmöglichkeiten. Es gebe in einigen Orten im Kreis noch Defizite bei der Umsetzung des seit 1. August 2013 geltenden Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz, heißt es aus der Kreisverwaltung.
Auch in Trier steht längst noch nicht für alle unter Dreijährigen ein Kita-Platz zur Verfügung. Mit derzeit 913 Plätzen kommt man dort auf eine Betreuungsquote von 28,6 Prozent. Weitere 242 Plätze seien geplant, dann könnten knapp 35 Prozent der Kleinkinder in Kitas betreut werden, sagte ein Rathaussprecher. Ziel seien 44 Prozent. In Trier wurden seit 2006 rund 23 Millionen Euro für den Ausbau investiert, der Anteil der Stadt liegt bei rund zwölf Millionen Euro.
Im Vulkaneifelkreis wurden seit 2011 drei Millionen Euro investiert. 470 U-3-Plätze stehen dort zur Verfügung. Der Landkreis kommt auf eine Betreuungsquote von rund 30 Prozent.
Im Kreis Bernkastel-Wittlich liegt die Quote bei 73 Prozent. 1174 Plätze stehen dort zur Verfügung. Seit 2007 wurden 35,5 Millionen Euro investiert, der Kreis schoss acht Millionen Euro zu.
Das Land unterstützt den Kitaausbau mit über einer Milliarde Euro, allein in diesem Jahr seien es 35 Millionen Euro.