Konjunkturpaket beschert Landesbetrieb Bauaufträge

Konjunkturpaket beschert Landesbetrieb Bauaufträge

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) hat das Geschäftsjahr 2009 mit einem Überschuss von 12,6 Millionen Euro abgeschlossen. Das ist ein Plus von 29 Prozent. Zu verdanken ist es den vielen Baumaßnahmen im Rahmen des Konjunkturpakets II von Bund und Ländern.

Mainz. Zwei große Geschäftsfelder prägen das Unternehmen LBB, das 1998 aus der ehemaligen Staatsbauverwaltung hervorgegangen ist und rund 1300 Mitarbeiter hat: Bau- und Immobilienmanagement. Jährlich werden 500 bis 800 Projekte geplant und umgesetzt sowie etwa 1750 Gebäude (Ministerien, Finanz- und Katasterämter, Hochschulen, Polizei- und Justizgebäude) mit einer Mietfläche von 2,8 Millionen Quadratmetern verwaltet.

Das Jahr 2009 bescherte dem LBB eine so gute Auftragslage wie noch nie. "Wir waren außergewöhnlich erfolgreich", sagt der Ende August in den Ruhestand tretende Geschäftsführer Hubert Heimann, für den gerade ein Nachfolger gesucht wird.

Grund: Bauaufträge von mehr als 70 Millionen Euro wurden bis Ende 2009 im Rahmen des Konjunkturprogramms II umgesetzt, weitere 150 Projekte sind fristgerecht bis Ende 2011 abzuschließen. Schwerpunkte sind Bildung, Infrastruktur und energieeffizientes Bauen. Davon profitieren unter anderem die Universität und die Fachhochschule Trier erheblich.

29 Mitarbeiter neu eingestellt



Da der LBB die Projekte zusätzlich zu seinen herkömmlichen Aufgaben (etwa den Maßnahmen für US-Streitkräfte wie eine neue Klinik in Spangdahlem) stemmen muss, wurden 29 Mitarbeiter neu eingestellt. Außerdem wurden sechs Millionen Euro mehr Planungsleistungen an Architekten und Ingenieure vergeben.

Zu den größten Vorhaben des zweiten Geschäftsfelds Immobilienmanagement zählten unter anderem der erste Bauabschnitt der Justizvollzugsanstalt Wittlich (80 Millionen Euro) sowie die Sanierung der Mainzer Staatskanzlei (16,8 Millionen Euro).

Der dem Finanzministerium unterstellte Landesbetrieb hat 1,4 Milliarden Euro Verbindlichkeiten gegenüber dem Land. Dessen Kreditspezialisten besorgen dem LBB laut Finanzstaatssekretär Rüdiger Messal zinsgünstige Darlehen. "Dem stehen aber Vermögenswerte von 2,2 Milliarden Euro gegenüber", sagt Geschäftsführer Heimann. Er erwartet für dieses Jahr eine gute, aber nicht mehr so außergewöhnliche Geschäftsentwicklung wie 2009. Kalkuliert wird mit einem Überschuss von acht Millionen Euro, der dann wieder ans Land abgeführt wird.