Kultur und Geschichte gehören zusammen

Kultur und Geschichte gehören zusammen

TRIER/MAINZ. (woc) Heute unterschreiben die Universitäten Trier und Mainz den Kooperationsvertrag für das neue, gemeinsame historisch-kulturwissenschaftliche Forschungszentrum (HKFZ). Es ist das erste rheinland-pfälzische Forschungszentrum, das von zwei Unis gemeinsam betrieben wird.

Rund 70 Wissenschaftler der Universitäten Trier und Mainz arbeiten innerhalb des historisch-kulturwissenschafltichen Forschungszentrums an insgesamt 39 Teilprojekten. Das HKFZ hat dabei keinen räumlichen Sitz, sondern es besteht aus den einzelnen Projektgruppen, die sowohl in Trier als auch in Mainz tätig sind. In die Gründung des Zentrums hat das Land 380 000 Euro fließen lassen, die je zur Hälfte nach Mainz und Trier gehen. Der Vorteil des ersten gemeinsamen HKFZs in Rheinland-Pfalz ist für die Trierer Professorin Claudine Moulin die Möglichkeit, in großem Umfang interdisziplinär zu arbeiten und "über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen". 18 wissenschaftliche Disziplinen sind in dem Zentrum vereint. "Daraus entstehen fruchtbare Syn-ergien", sagt Moulin. "Zum Beispiel beschäftigen sich die Trierer Historiker mit der Entstehung und Verbreitung von Wissen im Mittelalter und der frühen Neuzeit. In Mainz wird das gleiche Thema von Sprachwissenschaftlern bearbeitet - im HKFZ werden die Fäden verknüpft, und die Gruppen profitieren gegenseitig von ihren Forschungsergebnissen." Weiter seien die Mainzer mit der Erstellung eines mittelalterlichen Tiernamenlexikons beschäftigt. "Hier in Trier haben wir ein Kompetenzzentrum, dass sich mit digitalen Wörterbuchpublikationen beschäftigt - dieses Wissen stellen wir gerne unseren Kollegen aus Mainz zur Verfügung." Von den 380 000 Euro, die das Mainzer Ministerium für Wissenschaft und Forschung im Rahmen des Hochschulförderprogramms "Wissen schafft Zukunft" für die nächsten zwei Jahre bewilligt hat, finanziert das HKFZ vier Arbeitsstellen in Geschäftsführung und Technik. Weiter sollen kulturwissenschaftliche Projektgruppen mit historischem Schwerpunkt gefördert werden. Infos: www.hkfz.info

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