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Land investiert mehr Geld ins Trierer Theater

Rheinland-Pfalz : Land investiert mehr Geld ins Trierer Theater

Haushalt 2019/2020: Auch die Ausgaben für Lehrer, Polizisten und Straßenbau in der Region steigen. Während sich die Ampelkoalition lobt, äußert die Opposition Kritik.

Rheinland-Pfalz will im neuen Doppelhaushalt für 2019 und 2020 die rote Laterne in der Kultur ablegen. Geht es um die Ausgaben pro Einwohner, krebst das Land dort bundesweit auf dem letzten Platz herum. Kulturminister Konrad Wolf (SPD) kündigte nun an, dass die Ausgaben in den kommenden beiden Jahren um 10,9 und 11,5 Millionen auf insgesamt 123 Millionen Euro im Jahr 2020 anwachsen sollen.

Davon profitiert auch die Region.Die reinen Landeszuschüsse für das Theater Trier steigen von derzeit 6,3 Millionen Euro auf 7,1 Millionen Euro im Jahr 2020. Wolf will mit den Investitionen Tarifsteigerungen abfedern, damit dem Theater keine künstlerische Gestaltungsfreiheit verloren geht. Ab 2020 will der Minister ferner landesweite Theater-Tage schaffen, bei denen Ensembles aus Trier, Mainz, Koblenz und Kaiserslautern wechselweise an einem Ort ihre besten Produktionen präsentieren.

500 000 Euro mehr pro Jahr sollen künftig in die Generaldirektion Kulturelles Erbe fließen, worin Wolf ein Bekenntnis für die großen Landesausstellungen sieht – wie zum Untergang des römischen Reiches 2022 in Trier. Im Gespräch mit unserer Zeitung weist Wolf darauf hin, genauso die Kultur im ländlichen Raum fördern zu wollen. Bei kommunalen Kulturprojekten steigert das Land Zuwendungen um 600 000 Euro. Der Minister rechnet damit, dass regionalen Veranstaltungen wie dem Mosel Musikfestival und dem Eifel Literatur Festival mehr Mittel zur Verfügung stehen. Das Land investiert ebenso mehr Geld in kommunale Musikschulen und Chöre.

Im Landeshaushalt verankert ist für die Region ebenso die Reaktivierung der Weststrecke in Trier, die Bahnfahrer Ende 2021 wieder nutzen sollen. Mehr Geld fließt in Kliniken, Lehrer, Polizei und Straßenbau. Neue Richter soll das unter Asylklagen ächzende Verwaltungsgericht Trier bekommen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sprach von „einem historischen Haushaltsplan“, der erstmals seit 1969 ohne neue Schulden auskomme.

Die Opposition äußerte Kritik: In einem politischen Schlagabtausch im Mainzer Landtag forderte CDU-Fraktionschef Christian Baldauf vom Land, Schulden abzubauen und Anliegern die kommunalen Straßenausbaubeiträge abzunehmen. Uwe Junge (AfD) will bei der Integration von Flüchtlingen sparen.

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