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Land lässt Eifeler Fische auf Gift untersuchen

Land lässt Eifeler Fische auf Gift untersuchen

Wie viele gefährliche Schadstoffe enthalten Fische aus Nims, Salm oder Kyll? Um eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, werden nun rings um die Flugplätze Bitburg und Spangdahlem Fische fürs Labor geangelt.

Bitburg/Spangdahlem. Angler sind besorgt, seit bekannt ist, dass von den Flugplätzen Bitburg und Spangdahlem große Mengen gefährlicher Schadstoffe in die Umwelt gelangen. Denn die perfluorierten Tenside (PFT) können sich über die Nahrungskette im menschlichen Körper anreichern. Insbesondere der Verzehr von belasteten Fischen gilt als bedenklich.
Daher hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord nun entschieden, dass Fische aus Bächen und Flüssen rings um die Ex-Airbase Bitburg und den US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem untersucht werden. An Nims, Kyll, Salm, Spanger Bach oder Kailbach fangen Angler in den kommenden Wochen Fische fürs Labor. Mit ersten Analyseergebnissen rechnet die Wasserbehörde laut Abteilungsleiter Joachim Gerke frühestens Ende Mai. Das Ganze ist Teil eines flächendeckenden Untersuchungsprogramms, das allerdings in den übrigen Teilen von Rheinland-Pfalz erst im Sommer startet.
Weiterhin erwartet werden die Ergebnisse der Bodenproben, die vor einigen Wochen in der Umgebung der Airbase Spangdahlem genommen wurden.
Schon geringe PFT-Konzentrationen im Blut können Studien zufolge Auswirkungen auf die Gesundheit haben: Die Blutfettwerte steigen - und damit das Risiko von Herzerkrankungen, ebenso wie die Gefahr an Hoden- oder Nierenkrebs zu erkranken. kah