Auch in Rheinland-Pfalz Ende der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen

Trier · Nachdem der Bund die Maskenpflicht im Fernverkehr ab Februar beenden will, hat nun auch Rheinland-Pfalz das Ende der Maskenpflicht verkündet.

Die Maskenpflicht im Fernverkehr endet im Februar. Foto: dpa

Die Maskenpflicht im Fernverkehr endet im Februar. Foto: dpa

Foto: dpa/Oliver Berg

Das ging schneller als erwartet: Bereits zum 2. Februar wird die Maskenpflicht im Fernverkehr aufgehoben. Von da an müssen Fahrgäste in Fernzügen und -bussen keine FFP2-Maske mehr tragen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) verkündete das Ende der Maskenpflicht am Freitag in Berlin.

Auch in Rheinland-Pfalz wird die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen aufgehoben. „Im Gleichklang mit der Entscheidung der Bundesregierung wird Rheinland-Pfalz nun die Maskenpflicht im ÖPNV zum 2. Februar aufheben“, sagte Landesgesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) unserer Redaktion. Die weiteren Schritte erfolgten auch in enger Abstimmung mit dem hessischen Amtskollegen. „Beide Länder wollen, dass für die Menschen beim Grenzwechsel einheitliche Regeln gelten."

Noch Mitte der Woche hatte Hoch gesagt, er halte die Maskenpflicht auch angesichts grassierender Atemwegsinfektionen zurzeit für sinnvoll. Am Mittwoch hat Baden-Württemberg angekündigt, die Regel Ende Januar auslaufen zu lassen. Ab 1. Februar gäbe es damit in dem rheinland-pfälzischen Nachbarland keine Pflicht mehr, Masken in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs zu tragen. Auch in Berlin, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen soll die Maskenpflicht bis spätestens Anfang des kommenden Monats aufgehoben werden. Bayern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein haben sie bereits abgeschafft.

Hoch nannte die Entscheidung Lauterbachs richtig. „Die Entscheidung ist angesichts der aktuellen Entwicklungen und dem spürbaren Übergang in die endemische Lage begrüßenswert.“ Sowohl die Corona-Inzidenzen als auch die Infektionen bei anderen respiratorischen Erkrankungen gingen zurück, ebenso die Belegungszahlen in den Kliniken des Landes. „Für uns war immer klar, dass die Grundsatzentscheidung des Bundes gilt und Rheinland-Pfalz diese mitträgt, solange sie Gültigkeit behält“, so Hoch.

Das Robert Koch-Institut rechnet mit einem weiteren Absinken der Corona-Zahlen. In Rheinland-Pfalz zeigt die Tendenz bei den Corona-Neuinfektionen seit Wochen bereits nach unten. In der Woche vor Weihnachten wurden insgesamt 8104 neue Fälle innerhalb von sieben Tagen registriert (in der Region waren es 949). Vom 4. bis 11. Januar gab es landesweit 4796 (in der Region 461) registrierte Corona-Neuinfektionen

Lauterbach hatte noch Mitte der Woche gesagt, er, dass es derzeit „noch zu früh“ sei, die Maskenpflicht zu beenden. Er verwies auf „volle Kliniken und Ausfall beim Personal.“ Nach geltendem Infektionsschutzgesetz sind im Fernverkehr und im Gesundheitswesen noch bis 7. April FFP2-Masken vorgeschrieben.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sagte am Mittwoch, das Ende müsse „so schnell wie möglich“ kommen, und verwies auch auf Belastungen für das Bahnpersonal aufgrund der Kontrolle der Corona-Maßnahme. Auch die Deutsche Bahn sprach sich diese Woche für ein baldiges Ende der Maskenpflicht im Fernverkehr aus. Ähnlich wie im Luftverkehr solle auch in den Fernzügen auf Freiwilligkeit gesetzt werden, hieß es.

Am Donnerstag hat der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, in einem Podcast gesagt, dass er Masken nach wie vor für ein gutes Instrument halte, um Menschen zu schützen. Bei der Kontrolle der Gesamtübertragung des Coronavirus spielten sie aber kaum noch eine Rolle – weil sie fast nirgendwo in Innenräumen getragen würden. Da die Masken nur noch bei wenigen Anlässen getragen würden, spielten sie bei der Kontrolle der Gesamtübertragung des Coronavirus kaum noch eine Rolle.

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