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Lisa Schmitt aus Leiwen ist neue Moselweinkönigin

Lisa Schmitt aus Leiwen ist neue Moselweinkönigin

Neue Moselweinkönigin ist Lisa Schmitt aus Leiwen. Sie konnte sich am Abend in Trier gegen die Zweitplatzierte Sarah Schmitt aus Konz-Filzen und Anna Maria Dehlen aus Müden durchsetzen.


450 Besucher warten in der Europahalle mit großer Spannung auf die Wahl der Mosel-Weinkönigin. Drei junge Damen stellen sich in Trier dem Publikum in der Europahalle: Lisa Schmitt aus Leiwen, Sarah Schmitt aus Konz-Filzen und Anna-Maria Dehen aus Müden (Kreis Cochem-Zell).

Weinbaupräsident Rolf Haxel dankt der noch amtierenden Majestät Lena Endesfelder und wünscht ihr unter lautem Jubel viel Erfolg für die Wahl der Deutschen Weinkönigin. Noch lauter wird der aus drei separaten Ecken der Europahalle kommende Jubel, wenn die Kandidatinnen zur Sprache kommen, die am Freitagabend die Nachfolge von Lena Ensfelder antreten wollen. Sarah Schmitt aus Konz-Filzen, Lisa Schmitt aus Leiwen und Anna-Maria Dehen aus Müden haben jeweils große und lautstarke Fanclubs mitgebracht.

Der erste Auftritt der drei Kandidatinnen auf der Bühne: Respekt! Alle drei treten locker, souverän und voller Energie ans Mikrophon.

Sarah Schmitt (20) aus Konz-Filzen ist als erste mit einem längeren Auftritt dran und erzählt über ihr Studium der Lebensmitteltechnik, das Weingut ihrer Familie und ihr Hobby: Rugby. Das Publikum staunt. Ihr erste Aufgabe, die Blindverkostung von einem Elbling, einem Weißburgunder und einem Riesling, löst sie nach längerem Probieren nicht ganz: Den Riesling erkennt sie richtig, verwechselt aber Weißburgunder und Elbling.

Lisa Schmitt (21) ist als Nächste dran. Die Leiwenerin erzählt mit einer geradezu mitreißenden Begeisterung vom Musikverein, Spaziergängen in den Weinbergen und ihrem Traum: eine Zeitreise, "denn Geschichte ist nach dem Weinbau meine zweite Leidenschaft". Auch Lisa Schmitt tritt zur Blindverkostung an. Ihr Ergebnis nach nur ein paar Sekunden des Probierens: Alles richtig erkannt.

Der Fanclub von Anna-Maria Dehen (22) aus Müden hat eine Trommel dabei und gewinnt damit meistens das akustische Wettrennen mit den anderen beiden Fanfraktionen. Ebenso wie Lisa Schmitt studiert sie Weinbau in Geisenheim. Mit 16 hat sie den Traktorführerschein gemacht. "Seitdem ist Traktorfahren meine große Leidenschaft." Das gilt natürlich auch für den Wein. "Mit dieser Begeisterung will ich die Menschen anstecken." Die Übernahme des Familienweinguts von ihrem Vater ist ihr Ziel. Ihr Ergebnis der Blindverkostung: Ebenso wie Sarah Schmitt erkennt sie den Riesling, verwechselt aber Elbling und Weißburgunder.

Runde zwei ist praktischer Natur. In Kellerhemd und Gummistiefeln müssen die drei Ladys eine Flasche aus einem Fass abfüllen, sie verkorken, etikettieren, öffnen und ein Glas servieren. Anna-Maria Dehen ist klar die Schnellste und schafft es als Einzige unter zwei Minuten.

Dritte und letzte Runde des Abends: die Stegreifrede. Aus Stichworten aus einem Umschlag müssen die Kandidatinnen spontan eine Rede zusammenstellen und präsentieren. Eine schwere Aufgabe, denn was haben Angela Merkel und der Brexit mit dem Weißburgunder zu tun? Anna Maria Dehen tut ihr Bestes. Lisa Schmitt rockt die Halle mit ihrer Verbindung zwischen Erdogan, Starkregen, Riesling und dem Flughafen Hahn. Sarah Schmitt verbindet Donald Trump, Burkinis und den Elbling ohne jedes Zögern. Die Europahalle tobt.

22 Uhr: Das Ergebnis steht fest. Noch kennt es nur die Jury. Die Fanclubs machen ein Tollhaus aus der Europahalle. Das Geschehen auf der Bühne ist kaum noch zu verstehen. Weinbaupräsident Rolf Haxel präsentiert das Ergebnis: Erste Prinzessin wird Anna Maria Dehlen aus Müden. Zweite Prinzessin wird Sarah Schmitt - und das bedeutet den Sieg und die Wahl zur Moselweinkönigin für Lisa Schmitt aus Leiwen.

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