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Lotto-Kreuzchen werden teurer, die Zusatzzahl fällt weg

Lotto-Kreuzchen werden teurer, die Zusatzzahl fällt weg

Vom 4. Mai an kosten Lottokästchen einen Euro statt bislang 75 Cent. Lotto Rheinland-Pfalz zufolge sollen sich dafür auch die Gewinnchancen erhöhen. Künftig gibt es schon für zwei Richtige plus Superzahl etwas Geld.

Lottospielen ist Rheinland-Pfälzern lieb und teuer. Satte 33,3 Millionen Tippscheine haben sie vergangenes Jahr ausgefüllt. Und offenbar sind sie bereit, dafür deutlich mehr Geld auszugeben als andere: Denn mit 5,42 Euro pro Schein lässt ein Rheinland-Pfälzer sich seinen Traum vom Millionengewinn laut Lotto Rheinland-Pfalz 56 Cent mehr kosten als der Durchschnittsdeutsche.
Künftig werden die Spieler allerdings noch mehr zahlen müssen. Denn das Glücksspiel wird ab dem 4. Mai deutlich teurer. Der Spieleinsatz für "6 aus 49" steigt bei den Ziehungen am Mittwoch und Samstag von 75 Cent auf einen Euro pro Kästchen. Die Zusatzzahl fällt komplett weg.
Ihre Rolle wird die Superzahl übernehmen, die künftig für alle Gewinnklassen gilt und nur noch aus den Ziffern 0 bis 9 besteht - statt wie bisher bei der Zusatzzahl aus den Zahlen 1 bis 49. Eine Veränderung, durch die sich Gewinnwahrscheinlichkeit in einigen Klassen erhöhen soll. Auch der Jackpot wächst ab dem 4. Mai schneller. Allerdings: Allzu zu große Hoffnungen auf Millionengewinne sollte man sich deshalb nicht machen. Wer einmal pro Woche tippt, müsste statistisch betrachtet 2,7 Millionen Jahre leben, um den Jackpot zu knacken. Die Chance, einen Festbetrag von fünf Euro zu gewinnen ist wegen der neuen Gewinnklasse "zwei Richtige mit Superzahl" deutlich höher.

"Die von den Kunden gewünschten verbesserten Gewinnchancen müssen finanziert werden", sagt Clemens Buch, Sprecher der Lotto Rheinland-Pfalz GmbH. Es handele sich um die erste Preiserhöhung seit 14 Jahren. Neben dem neuen Spielaufbau wird auch die jüngste Lotto-Panne einige Änderungen bringen: Die Wartungs- und Prüfungsintervalle der beiden Ziehungsgeräte werden laut Buch verkürzt, um zu vermeiden, dass erneut Kugeln stecken bleiben. Am Ziehungstag gibt es einen neuen Funktionstest. Zudem soll der Tisch, an dem das Ziehungsteam sitzt, an einem anderen Standort im Studio postiert werden, um eine bessere Sicht zu ermöglichen.
Für die Aufsichtsbeamten oder Ziehungsleiter wird die Panne keine Folgen haben. Fehler seien doch menschlich, sagt Buch.

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