Malu Dreyer konzentriert sich auf Rheinland-Pfalz

Malu Dreyer konzentriert sich auf Rheinland-Pfalz

Malu Dreyer will auch nach der Landtagswahl 2021 Ministerpräsidentin sein und zieht sich von der Spitze der Bundes-SPD zurück. Ahnen und Schweitzer kandidieren dagegen erneut für den Bundesvorstand. „Sehr hilfreich“ in den Umbruchzeiten der Partei, findet der Landeschef.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer zieht sich von der SPD-Bundesspitze zurück. „Ich habe mich entschieden, mich nach dem Parteitag der SPD auf unser schönes Bundesland zu konzentrieren“, sagte Dreyer am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. „Ich war gerne Stellvertreterin, und ich war auch sehr gerne kommissarische Bundesvorsitzende unserer wunderbaren Partei.“ Die 58-Jährige betonte: „Meine Entscheidung habe ich schon vor einiger Zeit gefasst und bereits vor dem Ausgang der Wahl am Wochenende die beiden Duos informiert.“

Im Gegensatz zu Dreyer kandidieren die Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen sowie der Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer beim Bundesparteitag in Berlin erneut für den Parteivorstand. Sie waren Anfang Oktober vom Landesvorstand einstimmig nominiert worden. Ihre Perspektive und Erfahrung seien in der aktuellen Phase des Umbruchs der Bundespartei sehr hilfreich, sagte der Landesvorsitzende Roger Lewentz am Montag laut Mitteilung.

Sie habe immer gesagt, „Ich bin in erster Linie Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz“, sagte Dreyer. „Ich habe vor und nach der Wahl gesagt: Die SPD braucht alle; wir müssen an verschiedenen Stellen für eine starke SPD kämpfen.“ Deswegen werde sie auch weiterhin auf Bundesebene Verantwortung übernehmen: Als Koordinatorin der SPD-Länder und als Ministerpräsidentin in den Gremien der Partei.

Lewentz lobte Dreyer: „Sie hat zunächst als stellvertretende und später als kommissarische Parteivorsitzende großartige Arbeit geleistet.“ Er sei froh, dass sie angekündigt habe, sich künftig voll auf die Landespolitik zu konzentrieren. „Sie ist die beste Ministerpräsidentin für Rheinland-Pfalz. Wir werden im kommenden Jahr mit aller Kraft dafür werben, dass sie ihr Amt auch nach der Landtagswahl 2021 weiter ausüben kann.“

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