1. Region
  2. Rheinland-Pfalz

Marek Lieberberg sieht der Zukunft für das "neue" Rock am Ring zuversichtlich entgegen

Marek Lieberberg sieht der Zukunft für das "neue" Rock am Ring zuversichtlich entgegen

Eine Portion Wehmut, aber auch Vorfreude auf neue Möglichkeiten: In der Pressekonferenz auf Rock am Ring äußern sich Veranstalter Marek Lieberberg und sein Sohn Andre zum Zwischenstand des Festivals und dem anstehenden Standortwechsel, der möglicherweise in Mönchengladbach sein wird.

"Das ist kein leichter Moment", sagt Marek Lieberberg auf der Pressekonferenz. Knapp drei Jahrzehnte wurde am Ring gerockt, dieses Jahr zum letzten Mal. Nach 29 Jahren mit 1800 Künstlern muss Rock am Ring umziehen, denn der neue Besitzer des Nürburgrings, der Autozulieferer Capricorn, hat den Vertrag mit Rock am Ring gekündigt.

Marek Lieberberg steht vor einem Plakat mit der Aufschrift "Das ist sicher. Wir rocken weiter. 5.-7. Juni 2015." Und das spiegelt auch sein Selbstbewusstsein und seine Meinung für den Standortwechsel wider. Er sei zuversichtlich, dass sie im kommenden Jahr nicht die zweiten Sieger sein werden. Sein Sohn Andre Lieberberg spricht von einer "nichtkopierbaren Konstellation".

Dabei sind sich beide einig, dass das Festival Rock am Ring unabhängig von dem neuen Festival "Grüne Hölle" geplant wird, man richte sich nicht nach den Anderen.

Zum Festivalablauf im kommenden Jahr könne man noch nicht viel sagen. Andre Lieberberg sieht den neuen Standort auch als eine Chance: "Es gibt konkrete Vorstellungen was man noch besser machen kann, es ist eher eine Vorfreude." An der Anzahl der Zuschauer und den Kapazitäten werde sich aber nichts verändern. Traurig sei die Situation eher für die Fans: "Das tut mir in der Seele weh", meint Marek Lieberberg.

Zu den neuen Veranstaltern und dem Festival "Grüne Hölle" möchte man nicht so viel sagen. Doch man hört den negativen Beigeschmack aus Marek Lieberbergs Worten: "Aus so einer Wundertüte kann schnell eine Mogelpackung entstehen."

Der neue Standort in Mönchengladbach sei noch nicht endgültig. Man treffe sich nächste Woche Dienstag zu weiteren Verhandlungen mit allen Beteiligten. Insgesamt sei aber ein hohes Interesse bekundet worden.

Die Polizei spricht von einem ruhigen Festival mit friedlichen Fans. Zu kleineren Vorfällen kam es an den Wellenbrechern vor denen unmittelbar Handtaschen geklaut wurden. Ansonsten wurden Zelte aufgeschlitzt und Wertsachen entwendet. Während der Anreise ereigneten sich 26 Unfälle.