Massive Kritik an der Schulpolitik von Rot-Grün

Massive Kritik an der Schulpolitik von Rot-Grün

Bildungsministerin Doris Ahnen erklärt den höheren Unterrichtsausfall an den Schulen mit einem besseren pädagogischen Angebot, doch CDU und Lehrerverbände im Land laufen Sturm gegen die Politik von Rot-Grün.

Mainz. Immer weniger Schüler besuchen die allgemeinbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz. Aktuell sind es 442 300 und damit 8200 weniger als im Vorjahr. Eine Folge des demografischen Wandels, der sich künftig noch stärker auswirken wird. Bis 2016 werden 60 000 Kinder und Jugendliche weniger erwartet.
Laut Ministerin Ahnen wird daran gearbeitet, die Klassen zu verkleinern, die Ganztagsschulen auszubauen, das Netz der Schwerpunktschulen zu erweitern und die Fachoberschulen auszubauen - alles Maßnahmen, die Personal beanspruchten. Dadurch werde die Unterrichtsversorgung beeinflusst. Noch wird der Lehrerbestand konstant gehalten, es sollen aber künftig 2000 Stellen wegfallen.
Das ruft die Lehrerverbände auf den Plan. Weniger Schüler, mehr Stundenausfall - "so hatten sich Eltern und Lehrkräfte die oft versprochene Nutzung der demografischen Rendite nicht vorgestellt", kritisiert der Verband der Realschullehrer. Eine "extreme Benachteiligung des Gymnasiums" moniert der Philologenverband. Vom Verband Bildung und Erziehung heißt es, eine den schulpolitischen Ansprüchen gerechte Unterrichtsversorgung sei "zurzeit wirklich nicht mehr vorhanden".
Die oppositionelle CDU zeigt sich bestürzt über den höheren Unterrichtsausfall: "Rot-Grün befindet sich auf dem bildungspolitischen Holzweg. Die Regierungskoalition nutzt nicht die Möglichkeit, durch den Rückgang der Schülerzahlen für mehr Qualität an den Schulen zu sorgen." Rot-Grün spare an der Bildung "und damit an der Zukunft unserer Schüler".