Mehr als Fahrradfahren

Drei Schritte gehen zu können, kann für einen mehrfach behinderten Menschen sehr viel bedeuten. Das Training auf einem Spezialfahrrad hilft, die Mobilität und Lebensqualität zu verbessern - oder zu erhalten. TV-Leser können dazu beitragen, dass die Tagesförderstätte der Lebenshilfe Trier das besondere Rad anschaffen kann.

Trier. Ein Foto erinnert daran, wie viel Spaß Hanh Nguyen (21) auf dem Spezial-Fahrrad hatte. Vier Wochen lang konnten die Erwachsenen, die mehrfach behindert sind und in der Tagesförderstätte (Taf) der Lebenshilfe Trier betreut und gefördert werden, den Bewegungstrainer testen. Nach der Probezeit stand fest: Die Taf braucht dieses Gerät. Denn es bringt weitaus mehr als pure Freude: Physiotherapeutin Kerstin Emonts hat etwa bei der mehrfach beeinträchtigten Manuela Kreb (48) nach wenigen Anwendungen schon Fortschritte festgestellt. Typisch für Manuela Kreb ist, dass ihr Kopf meist nach unten hängt und sie immer eine Stütze benötigt, um sitzen zu können. "Auf dem Fahrrad saß sie zeitweilig sogar ohne Rückenlehne", sagt Emonts. Auch den Kopf habe sie öfter gehoben. Für Manuela Kreb ist laut Physiotherapeutin Emonts auch wichtig, dass der schleichende Abbau ihrer Fähigkeit zu gehen, aufgehalten wird. Sich drei Schritte ohne Hilfe bewegen zu können, ist für die Endvierzigerin, die in einem Wohnheim lebt, äußerst wichtig. Denn alle zwei Wochen, während der heiß ersehnten Besuche bei ihrer Mutter, muss sie das bewältigen - und etwa die paar Schritte zur Toilette alleine schaffen. "Die Erhaltung dieses Könnens und damit weiter die Mutter besuchen zu können, waren für sie großer Ansporn, zu trainieren", berichtet die Physiotherapeutin. Auch ihre Kollegen Kathrin Lehnert und Dirk Ewen sind von dem Therapiegerät begeistert. "Wenig genutzte Muskelgruppen werden mit dem Fahrrad aktiv trainiert", sagt Lehnert. Das Herz-Kreislaufsystem und Stoffwechselvorgänge würden aktiviert, die Ausdauer verbessert. Und wer sich körperlich besser fühle, dem gehe es meist auch seelisch besser. Die Anschaffung des Spezialfahrrads steht ganz oben auf dem Weihnachtswunschzettel der Tagesförderstätte Lebenshilfe Trier, die 48 Erwachsene mit geistigen und körperlichen Einschränkungen betreut und fördert. Das Trainingsgerät kostet 6000 Euro. Es sind bereits Spenden eingegangen, es fehlen noch 4602 Euro. TV-Leser können unter der Projektnummer 14545 mithelfen, damit sich der Wunsch vielleicht bis zum 24. Dezember erfüllt. "Wir würden uns sehr freuen, unsere therapeutischen Angebote mit dieser Anschaffung erweitern zu können", sagt Lothar Duschner, Leiter der Tagesförderstätte.volksfreund.de/meinehilfeExtra

Per Banküberweisung an "Meine Hilfe zählt". Konto 220012 bei der Sparkasse Trier (BLZ 58550130) oder Konto 191919 bei der Volksbank Trier (BLZ 58560103). Im Verwendungszweck bitte immer die vier- oder fünfstellige Projektnummer angeben, damit die Spende auch dem gewünschten Zweck zufließen kann. Spenden ohne Projektangabe fließen in einen gemeinsamen Topf, der unter allen Initiativen verteilt wird. Falls eine Veröffentlichung des Spendernamens im TV gewünscht wird, bitte ein "X" auf dem Überweisungsformular eintragen. Bis zu einer Summe von 200 Euro wird der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung anerkannt. Ist eine separate Quittung erwünscht, bitte Adresse angeben. Hat ein Projekt bereits vor Buchung der Spende das Spendenziel erreicht, dann kommt der gespendete Betrag anderen "Meine-Hilfe-zählt"-Projekten zugute. Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken, abgefragte Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet, der Trierische Volksfreund trägt die kompletten Transferkosten. DiL