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Mehr Flugzeuge, weniger Ziele: Ryanair stellt Winterflugplan für den Hahn vor

Mehr Flugzeuge, weniger Ziele: Ryanair stellt Winterflugplan für den Hahn vor

Die irische Fluggesellschaft Ryanair wird im kommenden Winter deutlich weniger Ziele vom Hahn aus anfliegen, als noch im vergangenen Jahr. 30 Strecken wurden nun angekündigt, zehn weniger als im zurückliegenden Winter.

Kennen Sie die Stadt Timisoara in Rumänien? Dorthin fliegt Ryanair, wie die Gesellschaft nun mitgeteilt hat, ab November erstmals vom Hahn aus. Zweimal die Woche. Manch einer wird die 320.000-Einwohner-Stadt eher unter dem deutschen Namen Temeswar kennen.

Ob das Ziel bei den Ryanair-Kunden ein Renner wird, lässt sich schwer sagen. Das Interessante daran, dass die Iren die Strecke vom Hahn aus anbieten, ist, dass sie damit in direkte Konkurrenz zu der ungarischen Fluggesellschaft WizzAir tritt, die ebenfalls vom Hunsrück aus nach Temeswar fliegt. Ansonsten bietet der Winterflugplan wenig Überraschendes. Zweimal die Woche geht es ins portugiesische Faro und ins spanische Jerez. Öfter als bisher will Ryanair nach Mallorca und nach Marokko fliegen. Im Übrigen wird es wie gehabt Flüge etwa auf die Kanareninsel Gran Canaria, nach Kreta, nach London oder auch nach Italien geben.

Insgesamt jedoch wird die Zahl der Strecken gegenüber dem vergangenen Winter ausgedünnt. Waren es da noch 41, sollen es ab November nur noch 30 sein. Ryanair kündigte allerdings an, die Zahl der Flugzeuge, die auf dem Hahn stationiert seien, um eine Maschine zu erhöhen. Derzeit "parkt" die Fluggesellschaft fünf Jets im Hunsrück.

Kein Thema zu sein scheint, dass Ryanair von Luxemburg aus fliegt. Im neuen auf der Internetseite der Fluggesellschaft abrufbaren Flugplan ist Luxemburg auch weiterhin nicht aufgeführt. Immer wieder gibt es Gerüchte, dass die Iren vom Findel aus fliegen wollten (der TV berichtete). Auf dem Hahn befürchtet man, dass sich das negativ auf die Zahl der Passagiere dort auswirken würde.

Die Zahl der Passagiere ist im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um drei Prozent auf 237.400 zurückgegangen. Eine Flughafensprecherin begründet das damit, dass Ostern in diesem Jahr bereits Ende März gewesen sei, eine Woche früher als vor einem Jahr. Dafür vermeldet der Flughafen eine Steigerung bei der Fracht. Sie stieg gegenüber April 2015 um zehn Prozent auf 6335 Tonnen: 2011 hatte die umgeschlagene Fracht 286.415 Tonnen betragen, im vergangenen Jahr waren es noch 79.662 Tonnen gewesen.