Mehr Hilfe für Eltern

MAINZ/TRIER. (wie) Das Land baut seine Unterstützung für Familien aus. Neben Ludwigshafen wurde nun auch Trier als Modellstandort für das Projekt "Guter Start ins Kinderleben" ernannt – ein Beitrag zum Schutz vor Vernachlässigung und Misshandlungen von Babys.

Kaum eine Woche vergeht, in der nicht ein neuer Misshandlungsfall bekannt wird: Eltern, die ihr Kind zu Tode geprügelt haben. Oder das Kleine elendig haben verhungern lassen. Die zuständigen Behörden sind alarmiert. Wie kann man künftig solche Horrormeldungen vermeiden? Die rheinland-pfälzische Landesregierung, die sich zum Ziel gesetzt hat, das Land zum familienfreundlichsten Bundesland zu machen, hat ein neuartiges Modellprojekt gestartet. Ziel des Projektes "Guter Start ins Kinderleben" sei, die Kompetenz von Eltern zu stärken, sagt Familienministerin Malu Dreyer. Damit wolle man einen wirksamen Beitrag zur Prävention von Vernachlässigung und Misshandlung von Säuglingen und Kleinkindern leisten. Geburtskliniken, Kinderärzte, Hebammen, Frauenärzte, Gesundheits- und Jugendämter sowie Kindergärten und Schulen sollen eng zusammenarbeiten, "Familien in riskanten Lebenssituationen sollen noch früher und verlässlicher erkannt werden", sagt Dreyer. Seit November läuft das Projekt. Gestartet wurde es in Ludwigshafen. Gestern kam Trier hinzu. Zunächst sind die drei Geburtskliniken der Stadt - Evangelisches Krankenhaus, Mutterhaus und Marienkrankenhaus - eingebunden. "Fast 98 Prozent der Frauen entbinden im Krankenhaus. Dort können wir fast alle Frauen erreichen", begründet Dreyer die Einbeziehung der Kliniken. Daraus soll sich dann in der im Mai beginnenden Hauptphase des Projekts ein Netzwerk entwickeln.