Mehr Wohnungen, weniger Einfamilienhäuser

Mehr Wohnungen, weniger Einfamilienhäuser

In Rheinland-Pfalz werden mehr Wohnungen als Einfamilienhäuser gebaut. Das ergibt eine Statistik des Statistischen Landesamtes in Bad Ems. Der Trend ist vor allem in Uni-Städten zu beobachten.

Der Traum des eigenen Hauses wird in Rheinland-Pfalz zum Traum der eigenen Wohnung. Zumindest wenn man die Statistik berücksichtigt. Das Statistische Landesamt Bad Ems hat die Baugenehmigungen des Jahres 2012 analysiert . Ergebnis: Im Land wurden mehr Wohnungen als Einfamilienhäuser gebaut. Die Zahl der Wohnungen stieg um 2,1 Prozent auf 10.398. Dagegen sank die Zahl der insgesamt genehmigten Wohngebäude um 4,4 Prozent auf 6.337 Bauvorhaben. Landesweit kamen rechnerisch auf 10.000 Einwohner 26 genehmigte Wohnungen. Deutlich über dem Durchschnitt lag der Landkreis Trier-Saarburg mit 46,8
"Diese Zahlen sind auf mehrere Ursachen zurückzuführen", erklärt Jürgen Hammerl, Pressesprecher des Statistischen Landesamtes.

Demografie spielt eine Rolle

Auf einer Seite spiele die Lage des Marktes eine Rolle, auf der anderen die Demografie. "Was die Einfamilienhäuser betrifft, hat sich der Markt seit den letzten Jahren gesättigt", sagt Hammerl. "Das heißt, es gibt Leerstände, und man greift aus dem Bestand". Umgekehrt gilt für Wohnungen: "Da herrscht Knappheit und es wird viel gebaut, um nachzuholen". Vor allem in Uni-Städten wie Trier oder Landau wird fleißig in Wohnungen investiert. Laut der Statistik wurden in Trier 2012 66 Wohngebäude statt 93 des Vorjahres gebaut. Die Zahl der Wohnungen stieg im Gegenteil von 284 auf 426.

Auch der demografische Wandel führt zum Bau von Wohnungen, wo Singles oder kleine Familien ohne Kinder bequemer wohnen können. "Der Zuzug aus Luxemburg ist in dieser Hinsicht wichtig", sagt Hammerl. Viele junge Familien aus dem Nachbarland ziehen nach Rheinland-Pfalz und bauen hier ihr eigenes Haus.

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