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Merkel stellt Schröders Biografie vor: Lob und Anekdoten

Merkel stellt Schröders Biografie vor: Lob und Anekdoten

Die aktuelle Kanzlerin präsentiert Gerhard Schröders Biografie. Überschwänglich lobt sie ihn für seine Reformen. Das Buch verrät Dinge, die Schröder selbst nicht wusste.

Berlin. Irgendwie ist Gerhard Schröder ganz der Alte - auch sind alle von damals wieder da. Fast könnte man weitermachen wie vor zehn Jahren, wäre da nicht - Angela Merkel.
Die Kanzlerin hat es übernommen, das Buch vorzustellen. Über die alte Konkurrenz ist die Zeit hinweggegangen. Bei der Schilderung ihrer heikelsten Begegnung merkt man das - es war der Wahlabend des 18. September 2005. "Niemand außer mir - und schon gar nicht Frau Merkel" werde nächster Regierungschef, sagte Schröder damals. Nur, Merkels CDU lag trotzdem knapp vorn, und sie, sagt sie heute, habe in dem Moment gewusst, "dass man daraus was machen kann". Der gnadenvolle Rückblick nach zehn Jahren erlaubt es Merkel auch, ihren Vorgänger ganz uneingeschränkt für die Reformen der Agenda 2010 zu loben. "Dass es uns heute so gut geht, hat hier ohne Zweifel den Ausgangspunkt gehabt", sagt sie und spricht von "Hochachtung für die Leistung des Reformers Gerhard Schröder".
Schröder sagt, dass ihn das Buch über ihn sehr berührt habe - besonders der erste Teil.
Dort wird das verworrene familäre Umfeld des Altkanzlers geschildert. Der Historiker Gregor Schöllgen hat hier Dinge herausgefunden, die Schröder selbst nicht wusste. wk