Regierung Ministerpräsidentin Dreyer bezeichnet Ahrtal-Flut als Zäsur

Mainz · Schon länger wird spekuliert, ob Malu Dreyer bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt bleibt. Nun steht fest: Sie zieht sich als Ministerpräsidentin zurück. Dabei äußert sie sich auch zum Ahrtal.

Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, und Michael Ebling (SPD), Innenminister, geht durch den Ort.

Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, und Michael Ebling (SPD), Innenminister, geht durch den Ort.

Foto: Thomas Frey/dpa

Die scheidende rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat die tödliche Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 als Zäsur in ihrem Leben bezeichnet. In den vergangenen Jahren seien viele Krisen aufeinandergetroffen, sagte die SPD-Politikerin bei der Ankündigung ihres Rücktritts am Mittwoch in Mainz. Neben den Fluchtbewegungen seien das etwa die Corona-Pandemie und die „schlimmste Naturkatastrophe unseres Landes im Ahrtal“, sagte Dreyer. „Sie ist auch für mich eine schmerzhafte Zäsur, die auch mein Leben oder das Leben von mir in eine Zeit davor und danach unterteilt.“

All diese Krisen belasteten die Menschen und hätten auch in Rheinland-Pfalz Gräben aufgerissen, sagte Dreyer. Die Ministerpräsidentin war in der Vergangenheit wiederholt dafür kritisiert worden, sich nach der Flutkatastrophe im Ahrtal nicht entschuldigt zu haben.

© dpa-infocom, dpa:240619-99-454087/3

(dpa)