Ministerpräsidentin Dreyer schließt SPD-Vorsitz aus, sie bleibt in Rheinland-Pfalz

Kostenpflichtiger Inhalt: Politik : Malu Dreyer will nicht SPD-Chefin werden (Video)

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) schließt aus, dass sie Vorsitzende ihrer Partei wird. Ihr Platz sei im Land, nicht in Berlin, sagte Dreyer beim Besuch der Volksfreund-Redaktion.

Die SPD brauche Persönlichkeiten an der Spitze, „mit der sich die Mitglieder identifizieren können und die mit großer Leidenschaft für die Partei kämpfen, sagt Malu Dreyer. Sie selbst will aber die Partei nicht führen, sagte die SPD-Vize-Vorsitzende gegenüber volksfreund.de. „Ich bleibe auf jeden Fall in Rheinland-Pfalz. Die Entscheidung habe ich getroffen, weil ich im Land bleiben will. Ich habe für mich immer gesagt: Entweder ganz Berlin oder ganz Rheinland-Pfalz. Für mich heißt es: ganz Rheinland-Pfalz.“

Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles leitet sie kommissarisch gemeinsam mit der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manula Schwesig, und dem hessischen SPD-Vorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel die Bundespartei. Die Partei habe andere Persönlichkeiten, die den Posten übernehmen könnten. Sie sei sicher, dass sich in den nächsten Wochen noch weitere Kandidaten für den Vorsitz melden würden, als die derzeit gehandelten: „Wir werden am Ende Kandidaten haben, bei denen die Leute sagen: Die kann ich mir gut vorstellen“, so Dreyer. Sie zeigt sich zuversichtlich, „dass wir ein gutes neues Führungsteam bekommen werden.“

Malu Dreyer im Volksfreund-Interview

Allerdings stehe auch nach der Wahl einer neuen Spitze durch die Parteibasis der SPD ein schwerer Weg bevor. Die Partei befinde sich zur Zeit in einer schwierigen Lage, sagte Dreyer im Hinblick auf die neuesten Umfragewerte, wonach die Sozialdemokraten gerade mal noch auf 11,5 Prozent kommen und sich damit Richtung Einstelligkeit bewegen. Die Partei müsse sich wieder auf ihre politische DNA besinnen und das Vertrauen der Mitglieder zurückgewinnen, so Dreyer.

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