Mit und ohne Papst: Messdiener feiern in Rom

Mit und ohne Papst: Messdiener feiern in Rom

Jugendtreffen als großes Fest der Begegnung: 2000 Ministranten aus dem Bistum Trier nehmen zurzeit an einer internationalen Wallfahrt teil. Ziel: die Stadt Rom. Höhepunkt: ein Besuch beim Papst.

Rom. (red) Bombige Stimmung und beeindruckende Kulisse: Rund 53 000 Messdiener aus aller Welt stehen auf dem Petersplatz in Rom. Sie singen miteinander, feiern Messe, lernen einander kennen. Mitten in der Menge weht auch die Trierische Flagge: Petrus auf rot-gelbem Hintergrund. Insgesamt 2000 junge Menschen aus dem Bistum Trier sind zur zehnten internationalen Ministrantenwallfahrt vom 1. bis 7. August angereist. Rund 750 von ihnen stammen aus dem Raum Mosel/Eifel/Hunsrück. Höhepunkt der von der internationalen Ministrantenvereinigung (CIM) organisierten Wallfahrt sind die Papstaudienz bei Benedikt XVI. und ein großer Begegnungstag.

"Es ist ein großes Gefühl der Gemeinschaft, das wir hier erleben", sagt die 14-jährige Jette aus der Pfarreiengemeinschaft von der "Trierer Höhe" begeistert. "Und dieses tolle Gefühl werden wir auf jeden Fall mit nach Hause nehmen".

Auf einer Bühne vor dem Petersdom wird Musik gespielt, zwei Mädchen aus dem Bistum Trier erzählen die Legende von Tarsitius, einem zwölfjährigen Jungen, der zur Zeit der Katakomben und Christenverfolgungen heilige Hostien (in den Leib Christi verwandeltes Brot) verteidigte und das mit seinem Leben büßte.

Später feiern die Ministranten die heilige Messe. Die Stimmung auf dem Petersplatz ist gut. "Es ist atemberaubend, hier dabei zu sein, mir fehlen fast die Worte", beschreibt der 16-jährige Kai aus der Pfarreiengemeinschaft von der "Trierer Höhe" seine Eindrücke. Auch Pastor Stefan Dumont ist begeistert. "Diese Veranstaltung zeigt, dass es noch eine ganze Menge junger Menschen gibt, die sich in der Kirche engagieren und Freude daran haben".