Gesetz gut gemeint, aber schlecht gemacht „Irre!“: Lehrerin steht nun doch wegen „Verbreitung“ von Kinderpornografie vor Gericht

Trier/Koblenz · Alle wissen, dass sie nur helfen wollte, eine Straftat aufzuklären. Warum eine Lehrerin aus dem Westerwald sich nun trotzdem wegen des Besitzes von Kinderpornografie vor Gericht verantworten muss – und was der Gesetzgeber plant, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern.

 In Montabaur muss sich eine Lehrerin aus dem Westerwald nun doch wegen des Besitzes von Kinderpornografie vor Gericht verantworten – obwohl sie eigentlich nur dabei helfen wollte, die Straftat aufzuklären (Symbolbild).

In Montabaur muss sich eine Lehrerin aus dem Westerwald nun doch wegen des Besitzes von Kinderpornografie vor Gericht verantworten – obwohl sie eigentlich nur dabei helfen wollte, die Straftat aufzuklären (Symbolbild).

Foto: dpa/Britta Pedersen

Zu welch enormen Problemen ein gut gemeintes, aber schlecht gemachtes Gesetz führen kann, zeigt sich aktuell in Rheinland-Pfalz. In Montabaur muss sich eine Lehrerin aus dem Westerwald nun doch wegen des Besitzes von Kinderpornografie vor Gericht verantworten – obwohl sie eigentlich nur dabei helfen wollte, die Straftat aufzuklären. Die Frau hatte herausgefunden, dass intime Aufnahmen einer 13-jährigen Schülerin verbreitet wurden. Um die Mutter zu informieren und ihr eine Strafanzeige zu ermöglichen, hatte sie sich das Video besorgt und der Mutter weitergeleitet.