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Mord aus Eifersucht? 28-jähriger Trierer im Mai vor Gericht

Mord aus Eifersucht? 28-jähriger Trierer im Mai vor Gericht

Der Prozess gegen einen 28-jährigen Mann aus Trier, der im Dezember seine fünf Jahre jüngere Freundin erstochen haben soll, beginnt Ende Mai vor dem Landgericht in Trier. Das mutmaßliche Motiv: Eifersucht.

Offenbar wollte sie sich die zweifache Mutter von ihrem Freund trennen, mit dem sie seit einiger Zeit ein Haus in Breit (Kreis Bernkastel-Wittlich) bewohnte. Die 23-Jährige war an jenem Dezemberabend mit ihrem Ehemann und einem weiteren Begleiter in den kleinen Hunsrückort gekommen; "um persönliche Dinge von sich und den Kindern aus dem Haus zu holen", sagt der Leitende Trierer Oberstaatsanwalt Jürgen Brauer.

Nach den Ermittlungen der Mordkommission war die Frau in einem Zimmer der ersten Etage am Packen, als der Exfreund mit einem Messer mehrfach auf die Ahnungslose eingestochen haben soll. Mit einer solchen Wucht, dass die Klinge des Messers dabei abbrach. Als der Ehemann der 23-Jährigen zur Hilfe eilte, wurde auch er attackiert und durch Messerstiche im Gesicht und im Rücken verletzt. Einem weiteren Begleiter gelang es schließlich, den mutmaßlichen Täter zu überwältigen "und Schlimmeres zu verhindern", so Chef-Staatsanwalt Brauer.

Die Staatsanwaltschaft hat den 28-Jährigen wegen Mordes, versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Ab dem 28. Mai muss sich der bis dato nicht vorbestrafte Angeklagte vor Gericht verantworten. Nach Angaben seiner Verteidigerin, der Trierer Anwältin Sylvia Karrenbauer, sind für den Prozess zunächst fünf Verhandlungstage anberaumt. Möglich, dass weitere Prozesstage hinzukommen.

"Das Gericht wird sich intensiv der Persönlichkeit des Angeklagten widmen und den vorgeworfenen Tatablauf sowie die zahlreichen Zeugenaussagen bewerten müssen", sagt Verteidigerin Karrenbauer. Ihr Mandant sitzt seit der Tat in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft.