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Mord aus Habgier: 33-Jähriger angeklagt

Mord aus Habgier: 33-Jähriger angeklagt

Geldnot soll der Grund gewesen sein, warum ein 33-Jähriger im Januar seine 27-jährige Freundin in Kinderbeuern (Bernkastel-Wittlich) erwürgt hat. Die Staatsanwaltschaft hat den Mann gestern wegen Mordes angeklagt.

Die Gewalttat hat im Januar den gesamten Ort geschockt: Eine 27-jährige Altenpflegerin lag tagelang tot in ihrer Wohnung in Kinderbeuern. Erwürgt und erdrosselt. Verdächtigt wurde bereits kurz nach der Tat der 33-jährige Freund der Frau. Er wurde in der gemeinsamen Wohnung festgenommen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Gestern nun hat ihn die Trierer Staatsanwaltschaft wegen Mordes angeklagt. Mögliches Motiv der Tat: Habgier. Laut Leitendem Oberstaatsanwalt Jürgen Brauer hat der 33-jährige Saarländer bereits vor dem Tattag, dem 17. Januar, den Beschluss gefasst, seine Freundin umzubringen, um an ihr Geld heranzukommen. Der Mann habe in "erheblichem Umfang" gefährliche Kräutermischungen, sogenannte Legal Highs, konsumiert. Allerdings sei er finanziell nicht mehr in der Lage gewesen, seinen Bedarf zu decken.

Am 17. Januar habe er dann seinen Plan in die Tat umgesetzt. Zunächst habe er die Frau mit deren Einverständnis ans Bett gefesselt. Danach habe er sie zunächst gewürgt und dann mit einem Kabel erdrosselt. Die spätere Obduktion hatte ergeben, dass die Frau zu diesem Zeitpunkt bereits tot war. Trotzdem soll er mit einem Messer noch zwei Mal in den Hals gestochen haben. Die Schlafzimmertür habe er danach mit Silikon abgedichtet. Vom Konto seiner Freundin soll er einen Tag später 3000 Euro abgehoben haben.

Weil der Mann auch im sozialen Netzwerk Facebook aktiv war, hat die Staatsanwaltschaft bei amerikanischen Ermittlungsbehörden beantragt, dass die in den USA sitzende Facebook-Zentrale die von ihm über die Seite verschickten Nachrichten den deutschen Ermittlern zur Verfügung stellt.