Mordversuch aus Mitleid: Ehefrau sagt in Trier vor Landgericht aus

Prozess am Trierer Landgericht : Mordversuch aus Mitleid: „Das war nicht der Mann, den ich kannte“

„Das war nicht der Mann, den ich kannte.“ Mit diesen Worten hat die Ehefrau eines wegen versuchten Mordes an seiner Tochter angeklagten 63-Jährigen die Wesensveränderungen ihres Mannes vor der Tat beschrieben.

„Er war sehr nervös, zittrig, könnte sich nicht mehr konzentrieren und hatte einige Kilo abgenommen“, sagte die als Zeugin geladene Ehefrau am Mittwochmorgen im Trierer Landgericht. Das fünfköpfige Schwurgericht verhandelt seit Juni gegen einen Mann aus dem Kreis Trier-Saarburg, der im Oktober vergangenen Jahres versucht haben soll, aus Mitleid seine schwerkranke Tochter zu töten. Danach hat er laut Anklageschrift versucht, sich selbst das Leben zu nehmen. Die Ehefrau sagte, sie hätte ihrem Mann eine solche Tat nie zugetraut. Statt dessen hätte sie eher damit gerechnet, dass er einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleide, weil er sich so intensiv um die unter unheilbaren Augenerkrankung und Panikattacken leidende Tochter gekümmert habe.

Der Prozess wird am Montag fortgesetzt. Womöglich fällt kommende Woche auch ein Urteil. Mehr zum Thema später auf volksfreund.de und in der Volksfreund-Donnerstagausgabe.

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