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Justiz
Nach Attentatsversuch in Ludwigshafen: Prozess gegen IS-Sympathisanten

FOTO: Uwe Anspach / dpa
Wien/Ludwigshafen/Ramstein. Ein 19-Jähriger, der hinter zwei Attentatsversuchen in Rheinland-Pfalz stecken soll, muss sich von heute an vor dem Landgericht Wien verantworten. Er soll laut Anklage im November 2016 einen damals Zwölfjährigen angestiftet haben, ein Selbstmordattentat auf einem Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen zu verüben. dpa

Die Nagel-Bombe detonierte nicht, der Junge legte sie in ein Gebüsch. Der heute 14-Jährige, laut Anklage selbst stark radikalisiert, soll im Verfahren mittels Videokonferenz als Zeuge befragt werden. Er ist nicht strafmündig.

Obendrein soll der Angeklagte, ein Wiener mit albanischen Wurzeln, eine 17-Jährige, mit der er nach islamischem Recht verheiratet war, zu einem gemeinsamen Selbstmordattentat auf die US-Militärbasis Ramstein aufgefordert haben. Dabei war laut Staatsanwaltschaft das Ziel, „so viele Menschen wie möglich“ zu töten. Der Angeklagte ist nach eigenen Worten Anhänger der Terrormiliz IS. Für den Prozess sind zunächst fünf Verhandlungstage angesetzt. Die Anklage lautet auf versuchte Anstiftung zum Mord und zu einer terroristischen Straftat. Dem Österreicher drohen bis zu 15 Jahre Haft.