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Nach dem Unwetter: Anwohner und freiwillige Helfer mit Aufräumarbeiten beschäftigt

Nach dem Unwetter: Anwohner und freiwillige Helfer mit Aufräumarbeiten beschäftigt

Bis tief in die Nacht hinein haben Feuerwehren, Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz und viele freiwillige Helfer in den vom Unwetter betroffenen Gemeinden im Ruwertal und im Trierer Stadtteil Trier-Ruwer Keller leer gepumpt und Schlamm und Geröll beseitigt.

Allein in Kenn (VG Schweich) waren nach Angaben von Ortsbürgermeister Rainer Müller über 100 Helfer im Einsatz. Kenn war am Abend zwei Stunden lang abgeschnitten, weil die Zufahrtsstraßen überflutet waren. In der Nacht seien bis 2 Uhr über 120 Kubikmeter Geröll und Schlamm beseitigt worden, die im Geichbach vom Berg herunter angeschwemmt wurden. Zwei Dutzend Keller seien in Kenn vollgelaufen, Schäden verzeichneten auch mehrere Betriebe im Gewerbegebiet.

Im Trierer Stadtteil Ruwer-Eitelsbach liefen bis Mitternacht Aufräumarbeiten. Ortsvorsteherin Monika Thenot sprach am Freitag früh von einem "Jahrhundert-Unwetter". "Der Eitelsbach war drei Stunden lang wie ein reißender Gebirgsfluss", berichtete der Eitelsbacher Willi Winkler. Das Wasser habe 30 bis 40 Zentimeter hoch auf der Straße gestanden, das Auto seines Nachbarn sei mehrere Meter fortgeschwemmt worden. Das Wasser lief in die Erdgeschoss-Wohnungen der anliegenden Häuser.

Große Pflastersteine seien vom Wasser mitgerissen worden, die Straße wurde regelrecht unterspült. Es werde wohl das ganze Wochenende brauchen, bis Schlamm und Geröll aus den Häusern und Gärten beseitigt seien, meinte Anwohner Winkler.

In Trier-Ruwer selbst stand die Kirche und vor allem der dortige Heizungskeller unter Wasser - ob es bleibende Schäden gegeben hat, steht noch nicht fest. Hier hatte der Wenzelbach die Wassermassen nicht mehr halten können. Im Kenner Weg brach die Mauer des teils unterirdisch fließenden Bächleins unter den Wassermassen zusammen. Vertreter der Stadtverwaltung und der Stadtwerke Trier sind vor Ort, um Schäden zu begutachten und zu beseitigen.